Aktivhaus B10

Werner Sobek Group GmbH

Projektangaben

Projektbeschreibung

Das Forschungsprojekt − nach seinem Standort im Bruckmannweg 10 kurz "B10" genannt − ist ein Aktivhaus. Dank eines ausgeklügelten Energiekonzepts und einer selbstlernenden Gebäudesteuerung erzeugt es das Doppelte seines Energiebedarfs selbst. Und zwar aus nachhaltigen Quellen. Mit dem gewonnenen Überschuss werden zwei Elektroautos und das unter Denkmalschutz stehende Haus des Architekten Le Corbusier (seit 2006 Heimat des Weißenhofmuseums) versorgt.

B10 ist modular aufgebaut. Diese modulare Gestaltung kommt nicht nur dem Bauprozess, sondern im Umkehrschluss auch dem Rückbauprozess zugute. An die Stelle eines zerstörenden Abrisses tritt ein zerstörungsfreies Demontieren und Sortieren der unterschiedlichen verbauten Materialien. Dieser zu Beginn der Planung berücksichtigte Rückbau ist Teil einer Haltung, die die gebaute Umwelt bewusst als ephemer versteht. Insbesondere im Kontext der baugeschichtlich und kulturell bedeutenden Weißenhofsiedlung, in deren Mitte sich das Gebäude einfügt, spielt dieser Aspekt eine bedeutende Rolle. Das Gebäude versteht sich als Gast, der nur vorübergehend in seiner jetzigen Umgebung ruht. Es ist so konstruiert, dass es am Ende seiner Nutzungszeit problemlos rückgebaut oder versetzt werden kann.

Das Gebäude selbst wurde in einer hoch wärmegedämmten Holztafelbauweise ausgeführt. Die Holzbauteile wurden weder gestrichen noch anderweitig beschichtet, um eine perfekte Rezyklierbarkeit zu gewährleisten. Die aus unbehandeltem Holz bestehenden Wände sind innen und außen mit Textil bespannt – eine leicht um- bzw. rückbaubare Konstruktion, die sortenrein zerlegt werden kann. Hierdurch konnte auch auf den sonst üblichen Außenputz verzichtet werden.

Materialien

Atex Mesh 800
Valmiera Glass

Kategorien

Materialklasse:

Unternehmen

Werner Sobek Group GmbH
Albstraße 14
70597 Stuttgart
Deutschland
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Fotograf: Zooey Braun, Stuttgart

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