Holz

Holz Wissen

Holz ist die harte Substanz von Bäumen und Sträuchern, die als natürliches und nachhaltiges Material oft im Innenbereich zum Einsatz kommt.

Definition

Holz ist ein nachwachsender organischer Rohstoff. Als Holz bezeichnet man im Allgemeinen die Teile des Baumes, die beispielsweise von einem Tischler weiterverarbeitet werden können. Hauptsächlich wird der Stamm des Baumes genutzt, aber auch in geringerem Ausmaß die Äste, Wurzeln und der Wurzelstock.

Die Eigenschaften der verschiedenen Hölzer sind abhängig von der Anordnung und der Ausrichtung der einzelnen Holzelemente, dem Gewebe und der Zellen. Holz besitzt im Vergleich zu anderen Werkstoffen einen sehr komplexen Aufbau. Es besteht, je nach Holzart, bis zu 50% aus Zellulose und zu 24- 40% aus zelluloseähnlichen Stoffen. Der Lignin-Anteil in der Zellulose bestimmt die Festigkeit des Holzes. Für die Papierherstellung ist die Entlignifizierung von Holz die Grundlage. Nadelhölzer haben in der Regel einen höheren Ligninanteil als Laubhölzer.Die Nebenbestandteile der Hölzer sind Harze, Wachse, Fette, Stärke, Zucker, Phenole, Chinone und Sterine. Laubhölzer enthalten gegenüber Nadelhölzern mehr Gerbstoffe, welche zum Schutz vor Pilzbefall dienen. Die Eigenschaften der Hölzer sind außerdem von der jeweiligen Wachstumsphase, die sich je nach Jahreszeit unterscheiden, abhängig. So sind im Frühjahr die Holzzellen von geringerer Dichte und sind im Allgemeinen heller. Die Eigenschaften des Holzes verändern sich außerdem mit dem zunehmenden Alter des Baumes.Im Bereich des innen liegenden Kernholzes befinden sich Poren und Gefäße, die für den Transport der Flüssigkeiten sorgen. Diese sind häufig verstopft, was das Kernholz dunkler erscheinen lässt. Zusätzlich ist es a haltbarer, und dadurch wertvoller, als die äußeren Schichten . Die Markröhre ist die Mittelachse des Stammes, welche nicht verarbeitet wird. Sie besteht meist aus abgestorbenen Zellen und ist oft durch Pilze befallen.Bei der Verarbeitung muss auf natürliche Fehler des Holzes geachtet werden. Typische Fehler sind zum Beispiel die Astigkeit, Maserung, Risse und die Harzgallen. Harzgallen sind Hohlräume im Stamm, die durch Harz gefüllt sind.

Physikalische Eigenschaften

Bei Holz sind die meisten Eigenschaften, wie die Belastungsfestigkeit, die Zugfestigkeit und die Scherfestigkeit, am stärksten parallel zu den Fasern ausgeprägt.

Auch der Feuchtigkeitsgehalt spielt bei Holz in Bezug auf seine Eigenschaften eine wichtige Rolle. Mit dem Feuchtigkeitsgehalt ändert sich gleichzeitig das Volumen des Holzes bis zum Fasersättigungspunkt. Der Fasersättigungsbereich liegt bei ca. 30%, danach bleibt das Volumen konstant. Die Volumenänderung bewirkt in tangentialer und radialer Richtung Verformungen und Risse im Holz. In Faserrichtung spielt die Volumenänderung keine ganz so große Rolle. Am begehrtesten sind die Hölzer, die sich in beide Richtungen gleich stark ändern. Diese Eigenschaft sind vor allem bei Mahagoniholz zu finden.Durch eine Hochtemperaturbehandlung bei der das Holz bis zu 250°C erhitzt wird, wird die Feuchtigkeitsaufnahmefähigkeit verringert. Dadurch „arbeitet“ das Holz fast nicht mehr und zeigt verbesserte Verschleißeigenschaften.

Entflammbarkeit des Holzes

Bei der Entflammbarkeit kommt es wiederum auf die Rohdichte (Verhältnis von Masse zu Volumen) des Holzes an. Je niedriger diese ist, desto höher ist die Entflammbarkeit. Ein Holz mit einer niedrigen Rohdichte wird auch als Brennstoff verwendet. Eine schlechte Entflammbarkeit macht man sich wiederum für Baustoffe zum Nutzen. Die Entflammbarkeit des Holzes ist durch eine chemische Behandlung der Oberfläche beeinflussbar. Als schwer entflammbar gelten Hölzer wie Ebenholz, Buchs und Lärche. Zu den leicht entflammbaren Hölzern zählen Kiefer, Tanne, Weide und Erle.Trockenes Holz leitet Wärme und Elektrizität eher schlecht. Im Vergleich zu anderen Materialien besitzt Holz eine niedrige Wärmeleitzahl und wird daher auch zur Wärmedämmung eingesetzt.

Mechanische Eigenschaften

Die mechanischen Eigenschaften sind von der Faserrichtung abhängig. In Richtung des Faserverlaufs zeigt Holz eine höhere Festigkeit auf, als in Querrichtung. Zudem ist die Festigkeit auch von dem Feuchtigkeitsgehalt abhängig, daher wird der Festigkeitswert immer in Bezug zur Feuchtigkeit angegebenEinige Hölzer weisen eine hohe Biegsamkeit auf. Diese Eigenschaft wird bei der Herstellung von Gegenständen genutzt, welche eine freie Formgebung oder Krümmungen haben. Da das Holz nach Beendigung der Krafteinflüsse wieder in seine ursprüngliche Form zurück springt, muss man die Form konservieren. Durch das Erweichen der Zellwände durch Dampfeinfluss kann die Biegearbeit vereinfacht werden.Die Härte des Holzes sagt auch etwas über die Widerstandsfähigkeit bezüglich dem Eindringen von Schmutzpartikeln aus. Ein Parkettboden der sehr grobporig ist, zeigt schnell Verschmutzungen auf. Die Härte ist vom Feuchtigkeitsgehalt, der Rohdichte und der Faserrichtung abhängig und sinkt mit zunehmender Feuchtigkeit.

Bereits 20.000 v. Chr. setzte man breite Holzstämme bei Grubenbauten ein. Etwa 9.000 v. Chr. entwickelte sich in holzreichen Gebieten Europas die Blockbauweise, welche bis heute noch verbreitet ist. Das Fachwerk ist eine holzsparsame Bauweise, die auf Grund des Holzmangels in verschiedenen Gebieten entwickelt wurde. Diese Holzhäuser mussten alle 20-25 Jahre erneuert werden, da durch die Feuchtigkeit im Boden das Holz anfing zu faulen. Trotz der zunehmenden Verdrängung des Holzes durch neue Baustoffe wie Stahl und Beton hat der Baustoff Holz durch das Aufkommen von leistungsfähigen Holzwerkstoffen seine Bedeutung auf dem Gebiet des Ingenieur-Holzbaus nicht verloren. Holz diente unseren Vorfahren nicht nur als Baummaterial sondern wurde schon zu Urzeiten zur Energiegewinnung genutzt.Durch seine warme Ausstrahlung wird Holz auch gerne im Möbelbereich eingesetzt und wird wegen seiner guten Klangqualität außerdem zum Bau von Musikinstrumenten genutzt.

Sorten & Arten

Nadelhölzer sind Weichhölzer, hell gefärbt und erkennbar an ihren Zapfen. Da sie preiswerter als Laubhölzer sind, werden sie zur Papierherstellung verwendet.

Bekannte Nadelhölzer sind:



Eibe (EIB)

Das Holz der Eibe ist vergleichsweise hart, zäh und elastisch. Es kann gut getrocknet werden und weist keine Harzkanäle auf. Eibenholz ist witterungsbeständig und recht resistent gegen Pilzbefall. Verwendet wird dieses Holz weitgehend in der Schnitzerei und Bildhauerei, für Messwerkzeuge, Musikinstrumente und bedingt für Deckfurniere.


Douglasie

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Fichte (FI)

Fichtenholz ist weich bis mittelhart, fest und elastisch. Es kann wie Eibenholz gut getrocknet werden und hat ein gutes Stehvermögen. Fichtenholz ist leicht zu verarbeiten und gut zu beizen. Es wird für Tischler- und Bautischlerarbeiten, Holzwerkstoffe, Schälfurniere und die Papierherstellung eingesetzt.

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Kiefer (KI)

Kiefernholz ist mittelhart und vergleichsweise leicht . Es kann sehr gut getrocknet werden und ist leicht zu verarbeiten. Vor dem Beizen muss das Holz entharzt werden. Kiefernholz wird überwiegend bei Möbel- und Bautischlerarbeiten, sowie für Fuß- und Parkettböden, Furniere und Holzwerkzeugen eingesetzt.

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Lärche (LA)

Das Holz der Lärche ist eher weich und schwer, elastisch und sehr fest. Lärchenholz kann gut getrocknet werden und ist leicht zu verarbeiten. Vor dem Beizen muss auch dieses Holz entharzt werden.

europäisch

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sibirisch

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Tanne (TA)

Tannenholz ist ein sehr weiches Holz und mäßig leicht. Es kann gut getrocknet werden und eignet sich gut zum Beizen und Imprägnieren.



Weymouthskiefer (KIW)

Das Holz der Weymouthskiefer ist verhältnismäßig leicht und weich. Es hat ein gutes Stehvermögen, lässt sich gut trocknen und ist leicht zu bearbeiten. Allerdings ist das Holz schwer zu beizen und imprägnieren. Es wird oft im Modellbau und bedingt als Bauholz verwendet.



Zirbelkiefer (KIZ)

Zirbelkiefer ist ein weiches und leichtes Holz. Es ist elastisch und fest. Zirbelkiefer weist ein gutes Stehvermögen auf und kann leicht getrocknet werden. Das Holz ist einfach zu verarbeiten, allerdings schlecht zu beizen und zu imprägnieren.

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Laubhölzer weisen eine komplexere Struktur auf als Nadelhölzer und sind allgemein härter. Allerdings gibt es Ausnahmen, wie zum Beispiel das sehr weiche Balsaholz, das botanisch zu den Harthölzern zählt.



Ahorn (AH)

Das Ahornholz zählt zu den mittelschweren, mäßig harten Laubhölzern. Es schwindet mäßig und weist ein gutes Stehvermögen auf. Allerdings neigt es zu Rissen und trocknet eher langsam. Ahornholz wird für Furniere, Holzwaren, Haushaltsgeräte und Musikinstrumente verwendet.

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Bergahorn

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Spitzahorn

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Apfelbaum

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Bambus

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Birke (BI)

Birkenholz ist hart, zäh, schwer und elastisch. Es trocknet besser als Ahornholz und ist gut zu verarbeiten. Eingesetzt wird Birkenholz für Tische, Stühle, Parkettböden, Holzgegenstände und Furnierholz.



Birnbaum (BB)

Dieses Holz ist hart, zäh und wenig elastisch. Es kann nur schwer getrocknet werden, neigt zu Rissen und ist nur bedingt gut zu verarbeiten. Birnbaumholz wird weitgehend für Furniere für den Möbel- und Innenausbau verwendet.

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Buche (BU)

Eisbuche

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Rotbuche

Ein hartes, schweres und festes Holz, welches sehr stark schwindet und nur ein geringes Stehvermögen hat. Es neigt zum Reißen und muss langsam getrocknet werden. Das Holz der Rotbuche ist leicht zu verarbeiten und wird für Möbel, Biegeholz, Treppen, Parkettböden, Sperrholz, Maschinen- und Karosseriebau eingesetzt.





Ebenholz

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Eiche (EL)

Eichenholz ist hart, mittelschwer, elastisch und fest. Es besitzt ein gutes Stehvermögen, trocknet aber nur langsam. Das Holz der Eiche ist gut zu verarbeiten und wird für Innen- und Außenarbeiten, sowie für Parkettböden, Möbel und für den Brückenbau eingesetzt.


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Asteiche, Roseneiche

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Erle (ER)

Das Holz der Erle ist weich, leicht und kann gut getrocknet werden. Es dient als Ersatz für Nussbaumholz. Verwendet wird diese Art Holz für Modelltischlerarbeiten, Möbel, Musikinstrumente, Bilderleisten und Holzwerkzeuge.



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Esche (ES)

Esche ist ein Holz das hart, schwer, fest, zäh und biegsam ist. Es ist gut zu verarbeiten aber trocknet nur mäßig. Dieses Holz wird im Wagen- und Karosseriebau verwendet.

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Hain- oder Weißbuche (HB)

Ein sehr hartes und schweres Holz ist das der Hain- oder Weißbuche. Das Holz schwindet beim Trocken stark. Es reißt und wirft sich, und ist dadurch schwer zu verarbeiten. Einsatzgebiete für dieses Holz sind Hobelbohlen, Werkzeughefte, Hammer- und Werkzeugstifte.


Kastanie (KA)

Rosskastanie

Dieses Holz ist weich, mittelschwer und schwindet nur wenig. Es trocknet gut, ist allerdings nur mäßig zu verarbeiten. Verwendet wird das Holz der Rosskastanie für Drechsler- und Schnitzarbeiten, orthopädische Geräte, für den Klavierbau und als Blindholz.


Edelkastanie

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Kirschbaum (KB)

Das Kirschbaumholz ist mittelschwer, hart, fest und schwindet und reißt wenig. Furniere für Innenausbau und Möbel sowie Musikinstrumente werden gerne aus Kirschbaumholz gefertigt.

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Linde (LI)

Dieses Holz ist leicht, weich und zäh. Es trocknet nur bedingt gut, ist aber gut zu verarbeiten. Es wird für Schnitz- und Drechslerarbeiten, Kunstglieder, Zeichentische, Sperrfurniere und Blindholz verwendet.



Meranti

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Nussbaum (NB)

Nussbaumholz ist hart, schwer und zäh. Es schwindet nur wenig und hat ein gutes Stehvermögen. Das Holz trocknet nur mäßig und ist mäßig gut zu verarbeiten. Nussbaumholz wird für Möbel und den Innenausbau, Parkettböden und Deckfurniere eingesetzt.

amerikanisch

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Olive

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Pappel (PA)

Pappelholz ist ein sehr weiches und leichtes Holz. Es ist porös, schwindet nur wenig und neigt zum Werfen. Es trocknet nur bedingt gut, ist aber leicht zu verarbeiten. Zeichentische, Kunstglieder, Zündhölzer, Möbel und Papier werden aus Pappelholz hergestellt.




Platane (PLT)

Das Holz der Platane ist schwer, recht hart und elastisch. Es schwindet stark, hat ein schlechtes Stehvermögen und ist nur mäßig gut zu verarbeiten. Eingesetzt wird es als Ausstattungsholz, für Massivholzmöbel oder Deckfurniere.





Robinie

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Rotbuche (BU)

Ein hartes, schweres und festes Holz, welches sehr stark schwindet und nur ein geringes Stehvermögen hat. Es neigt zum Reißen und muss langsam getrocknet werden. Das Holz der Rotbuche ist leicht zu verarbeiten und wird für Möbel, Biegeholz, Treppen, Parkettböden, Sperrholz, Maschinen- und Karosseriebau eingesetzt.




Rüster oder Ulme (RU)

Holz von der Rüster oder Ulme ist mäßig hart, schwer, fest und hat ein gutes Stehvermögen. Das Holz trocknet langsam und neigt zu Rissen. Hergestellt werden aus diesem Holz Furniere, Möbel, Sportgeräte, Fuß- und Parkettböden.





Zwetschge

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Unter Tropenhölzern versteht man Holzarten mit sehr guten Eigenschaften aus den tropischen und subtropischen Regionen, wie zum Beispiel das Mahagoniholz. Die Bezeichnung Tropenhölzer ist eine eher ergänzende Bezeichnung zu den Nadel- und Laubhölzern. Die Hölzer sind auf Grund ihrer guten Beständigkeit gegen Witterung, Pilz und Insektenbefall, sowie deren Optik sehr beliebt.


Mahagoni

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Merbau

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Wenge

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Zebrano

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Pressvollholz

Pressvollholz wird meist aus Laubhölzern hergestellt. Seine Struktur wird mittels Wärme und Druck verdichtet und ist daher ein hochfestes Material.

Formvollholz

Formholz wird zur Herstellung gekrümmter Teile verwendet. Das Holz wird mit Dampf behandelt und anschließend gestaucht.

Tränkvollholz

Um die mechanischen und elektrischen Eigenschaften des Holzes zu verbessern, wird es in Kunstharz getränkt.

Hartfaserplatten (HDF = High Density Fiberboard )

Die Hartfaserplatten sind stärker verdichtet und stabiler als MDF- Platten. Sie fasern an den Rändern weniger stark aus und sind beständiger gegen den Einfluss von Feuchtigkeit. Allerdings sind sie im Vergleich zu MDF-Platten auch kostenintensiver.

Holzspan- und Holzfaserplatten

Die Holzspan- und Holzfaserplatten werden, wie es der Name schon sagt, aus Spänen und Fasern hergestellt. Die Kombination von Wärme und Druck, sowie die Zugabe von Kunstharzbinder, erzeugen sehr formstabile Platten. Die Plattendichte ist über den Druck einstellbar. Der Rohstoff besteht aus Abfallholz oder günstigem Holz, wodurch auch der Kaufpreis niedrig gehalten wird. Durch den Einsatz von Harzen sind die Platten resistent gegenüber Schimmel- und Pilzbefall. Die Platten werden für den Möbelbau, Trennwände, Türen und Fußböden eingesetzt.

Massivhölzer

Massivhölzer werden auch als Vollhölzer bezeichnet. Sie werden aus Rohholz gewonnen und haben die Eigenschaften und die Farbigkeit des natürlichen Ausgangsmaterials.

Mitteldichte Faserplatte (MDF)

Für die Herstellung werden günstige Holzarten, überwiegend Nadelhölzer, verwendet. Die Fasern werden mittels Wärme und Druck und unter Einsatz eines synthetischen Klebstoffes miteinander verbunden. Es entsteht ein in allen Richtungen homogenes Gefüge. Die fertigen Platten sind leicht zu verarbeiten, allerdings auch sehr spröde. Eine weitere, nicht ganz positive Eigenschaft der Platten ist, dass sie aufquellen, sobald sie mit Wasser in Verbindung kommen. Die Faserplatten werden in verschiedenen Farben zum Kauf angeboten und werden überwiegend für die Herstellung von Bilderrahmen und Möbeln eingesetzt.

OSB-Platten (oriented strand board)

Diese Platten werden aus Spänen hergestellt um die Ausnutzung der Resthölzer zu erhöhen. Etwa 3-5 Schichten sind in einer Platte enthalten. Sie weisen ein geringes Gewicht auf und haben eine beinahe so hohe Biegefestigkeit wie MDF- Platten. OSB-Platten werden für die Füllung von Wandkonstruktionen und Fußbodenbelägen verwendet.

Verbundplatten

Verbundplatten sind Sperrholzplatten, die aus einer Mittellage und zwei Absperrdecklagen bestehen. Die Decklagen können aus unterschiedlichen Materialien hergestellt werden und sind so gerichtet, dass sie eine Sperrfunktion gegenüber dem Kern haben. Diese Platten werden in folgenden Bereichen überwiegend eingesetzt: Möbelbau, Türen, Böden, Innenausstattung, Boots- und Schiffbau.

Furniere sind dünne Holzwerkstoffe, die von den Baumstämmen geschält werden. Sie werden für die Herstellung von Lagenholz oder zu dekorativen Zwecken eingesetzt. Unterschieden wird zwischen Deck-, Absperr- und Unterfurnier, je nach Einsatzgebiet.> Deckfurniere werden meist als Dekoroberflächen oder zur Verstärkung von Holzplatten verwendet. > Absperrfurniere werden auf Holzplatten aufgeleimt um das „Arbeiten“ des Holzes zu vermeiden. > Unterfurniere werden unter den Deckfurnieren angebracht, um Risse zu vermeiden.

Furnierherstellung

Um hochwertige Oberflächen aus Echtholz herzustellen ist die Verwendung von Furnieren eine der sparsamsten Lösungen. Man benötigt viel Erfahrung um eine regelmäßige Fläche zu erzeugen. Durch verschiedene Techniken ist es möglich unterschiedliche Strukturen der Oberfläche herzustellen. Das Rundholz muss genau begutachtet werden und entsprechend beurteilt werden.

Lagern und Entrinden

Für die Lagerung müssen die Stämme durchgehend mit Wasser angefeuchtet werden um Farbveränderungen und Rissbildungen zu vermeiden. Das Rohholz muss dann für die Weiterverarbeitung entrindet und jegliche Fremdmaterialien entfernt werden.

Ablängen

Beim Ablängen werden die Stämme nach Form, Längen und Wuchsmerkmalen sortiert.

Kochen / Dämpfen

Durch das Kochen oder Dämpfen werden die Stämme geschmeidiger und ein glatter Schnitt wird gewährleistet. Auch die Farbe wird durch diesen Vorgang beeinflusst. Die Dämpfzeiten schwanken zwischen einem Tag und zwei Wochen, je nach Holzart und Farbansprüchen.

Messern

Um eine gerade und einwandfreie Auflage für die Weiterverarbeitung zu gewähren, werden die Furnierblöcke ein bzw. zweiseitig gehobelt. Je nach dem, welches Ergebnis gewünscht ist, wird zwischen Messer- oder Schälmaschinen gewählt.

Trocknen

Um die Furnierblätter zu Trocknen, werden sie in einen Trockner gebracht, der gleichzeitig einen Bügeleffekt auf die Blätter ausübt. Auch hier sind die Durchlaufzeiten und Temperaturen von der Holzart abhängig. Die Furnierblätter können bei Übertrocknung brüchig werden. Sind sie allerdings noch zu feucht, können sie anfangen zu schimmeln.

Beschneiden

Um die Furniere verkaufsfertig zu machen, werden sie mit Hilfe einer Schere beschnitten.

Taxieren

Das Taxieren ist eine Preisfestlegung der Furniere und nebenbei auch eine Einteilung in verschiedene Qualitäten.

Man unterscheiden zwischen:
> Innenausstattungsqualität
> Schlafzimmerqualität
> Wohnzimmerqualität
> Paneelqualität
>Türenqualität
> Korpusqualität

Fügetechniken

Bei der Furnierherstellung werden die Blätter so gestapelt, dass sie bei der Zusammensetzung nacheinander genommen werden können und dabei optisch zusammenpassen.

Stürzen

Durch das Stürzen erhält man nach dem Zusammensetzen ein spiegelbildliches Furnier. Das Auseinanderklappen eines von zwei im Stapel übereinander liegenden Furnierblättern um eine Längs- oder Querfuge wird als stürzen bezeichnet.

Verschieben

Das Verschieben ist gegenüber dem Stürzen ein weniger aufwändiges Verfahren. Das Ergebnis ist ein ruhiges Furnierbild.

Lagenholz besteht aus einzelnen Furnierschichten, die zu Platten verleimt werden. Durch die Verdichtung und den zwischen den einzelnen Schichten liegenden Leim weist das Holz eine höhere Festigkeit auf.

Zur Herstellung von Lagenholz-Furnierplatten werden Schälfurniere mittels Wärme und Druck kreuzweise miteinander verleimt. Die äußeren Schichten müssen immer in der gleichen Richtung verlaufen. Deshalb sind Furnierplatten immer von ungerader Zahl und mindestens dreischichtig. Der Name Sperrholz kommt daher, dass das Holz durch die Verkreuzungen am „arbeiten“ gehindert wird.

In dem man die Furnierplatten speziell veredelt kann man sie für besondere Anwendungsgebiete nutzen. So kann man die Platten zum Beispiel so beschichten, dass sie feuerfest, anti-rutschfest oder wasserabweisend sind. Werden die Furnierplatten in Kunstharz getaucht, so erhalten sie eine wesentlich höhere Festigkeit und können im Bau- und Transportwesen verwendet werden.

Multiplexplatten

Bei Multiplexplatten wird eine größere Anzahl von Furnierplatten miteinander verbunden. Diese können bis zu 80 mm dick sein. Multiplexplatten werden hauptsächlich im Modell- und Werkzeugbau oder zur Möbelherstellung verwendet. Zukünftig sollen die Platten auch als Dämmung zum Einsatz kommen.

Schichtholz

Die einzelnen Schichten werden hier nicht verkreuzt sondern gleichgerichtet miteinander verbunden, wodurch sich die Festigkeit in Faserrichtung deutlich verbessert.

Kunstharzpressholz

Kunstharzpressholz soll ein Ersatz zu Metallwerkstoffen darstellen. Die gesteigerten Festigkeitswerte erhält man, in dem dem Holz unter Druck und hoher Temperatur Polymerharz beifügt wird. Das Harz schließt die Poren des Holzes und verbindet die Zellwände miteinander. Durch das Harz erhält das Holz eine bräunliche Färbung und durch den angewandten Druck wird die Oberfläche sehr glatt.

Lagenholz- Besonderes Schichtholz

Es gibt besondere Schichthölzer, die neu entwickelt worden sind und mit besonders guten Eigenschaften glänzen. Sie zählen zu einer Gruppe von Holzwerkstoffen, die für den Einsatz von Vollholz entwickelt worden sind.

Holz, das noch die breiförmige Konsistenz hat, kann wie ein Kunststoffspritzguss, in eine dreidimensionale Form gebracht werden.

Be- & Verarbeitung

Bei der Materialaufbereitung wird das Holz gesäubert und auf ein gewünschtes Maß für die Weiterverarbeitung zugeschnitten. Wenn für die Weiterverarbeitung gewünscht, können auch schon die Kanten vorbehandelt oder Bohrungen gemacht werden. Dazu gibt es eine Liste der helfenden Werkzeuge. Unter anderen findet man Messwerkzeuge, Anreißwerkzeuge, Sägemaschinen, Fräsen, Bohrer, Schrauben, Hammer, Pressen und Feilen.

Hierbei werden einzelne Elemente zu einem Produkt zusammengefügt. Dabei muss definiert werden ob das Endprodukt eine lösbare oder feste Verbindung eingehen soll. Durch eine neuere Entwicklung aus der Schweiz, das „WoodWelding“, ist es auch möglich Holzbauteile durch Ultraschallenergie zu verbinden. Dabei wird ein Thermoplast an der Verbindungsstelle mittels Schwingungen verflüssigt und kann somit in die Poren des Holzes dringen und erstarrt. Dieses Verfahren erspart Zeit und Kosten.

Dickes Holz muss mit Hilfe von Wasserdampf vorbehandelt werden. Dabei werden die Fasern aufgeweicht und verformt. Die neue Form wird mit Hilfe eines sogenannten Haltebügels fixiert. Mit dem Haltebügel werden die Fasern zusammengepresst und verweilen in der neuen Form bis die Fasern getrocknet sind. Dieser Prozess kann bis zu einer Woche dauern. Dünnes Holz kann im trockenen Zustand, nach dem Prinzip des Schichtholzes, geformt werden. Hierzu legt man mehrere Schichten über eine Form und verbindet sie mit Hilfe von Zwingen. Damit das Holz die Form dauerhaft annimmt muss es mit Holzleim, der langsam abbindet, fixiert werden.

Schleifen

Für das Schleifen der Oberflächen stehen unterschiedliche Schleifmittel zur Verfügung. Sowohl die Korngröße des Schleifmittels, als auch die Härte der Schleifscheibe müssen auf das zu schleifende Holz abgestimmt sein.

Grundieren

Holz wird Grundiert um eine Grundlage zwischen Oberfläche und Lack zu schaffen. Dabei werden die Holzporen gefüllt und verfestigt.

Oberflächenveredelung

Die Oberfläche kann z.B. hochglanzpoliert werden. Eine Grundierung ist hierbei Voraussetzung. Die Eigenschaften des Holzes können außerdem Tränken in Kunstharz verbessert werden.

Färben

Das Holz lässt sich in beliebiger Farbe einfärben oder mittels Bleichmittel aufhellen.

Beizen

Beim Beizen wird die Farbigkeit des Holzes mit Hilfe von Chemikalien verändert. Wichtig ist hierbei, dass die Oberfläche gereinigt ist und keine Harzreste vorhanden sind. Am Besten lassen sich Hölzer beizen, die bereits vorgebleicht sind.

Phänomene

Der Wald ist ein Ökosystem, das von zahlreichen Pflanzen und Tieren gebildet wird. Etwa 30% der festen Erdbodenfläche sind mit Wald bedeckt. Die Bundesrepublik Deutschland besitzt schätzungsweise 10,8 Mio. ha Wald, welcher zu 98% wirtschaftlich genutzt wird. Circa 46% sind Staatswald, 20% Körperschaftswald und 34% sind Privatbesitz. Von den 10,8 Mio. ha Wald sind es ca. 1/3 Laubbäume und 2/3 Nadelbäume.

Brennholz

Holz ist einer der ältesten Brennstoffe. Die Vielzahl der Brennholzarten unterscheiden sich im Heizwert und der Brenndauer. Durch die steigenden Gas- und Ölpreise erfreut sich Brennholz steigender Beliebtheit. Brennholz und Feuerholz sind umgangssprachliche Begriffe für Energieholz. Um Brennholz zu entzünden, können kleine Äste als Zunder verwendet werden.

Holzpellets

Die zylindrisch hergestellten Holzpellets bestehen hauptsächlich aus naturbelassenem Sägemehl und Hobelspänen. Zur Herstellung wird der Rohstoff unter hohem Druck gepresst. Chemische Bindemittel werden keine verwendet. Holzpellets haben einen Heizwert von 5 kWh/kg. Ein halber Liter Heizöl entspricht in etwa einem Kilogramm Pellets.

Holzbriketts

Holzbriketts werden aus nachwachsenden Rohstoffen und aus trockenen, unbehandelten Holzresten unter Druck hergestellt. Nach dem Pressverfahren sind sie alle gleich groß und hart. Briketts haben in etwa das Brennverhalten wie Braunkohle, wobei das Brennverhalten vom jeweiligen Ausgangsmaterial abhängt ist. Im Vergleich zu Braunkohle produzieren sie weniger Ruß, Asche und Schwefel.Vorteile gegenüber dem klassischen Brennholz:> Briketts haben, bezogen auf das Volumen, den höheren Heizwert> Briketts benötigen weniger Platz zum Lagern und haben eine handlichere Verpackung> Briketts haben eine geringere und gleichmäßigere Restfeuchte

Flüssigholz ist ein Verbundwerkstoff, der wie Kunststoff extrudiert, gespritzt oder geschäumt werden kann. Es ist ein Ersatzwerkstoff für Holz, der besonders gerne bei Bauteilen mit einer komplizierten Form verwendet und weist sehr ähnliche Eigenschaften wie natürliches Holz auf. Es gibt Flüssigholz, das zu 100% aus nachwachsenden Rohstoffen besteht oder welches, das als Verbundmaterial aus Kunststoff und Holz hergestellt wird. Flüssigholz lässt sich nicht nur leichter verarbeiten, sondern es besitzt auch gleichmäßigere Eigenschaften, da keine Faserrichtung vorhanden ist. Zur Herstellung muss keine Holztrocknung stattfinden, was die Produktionszeit und den Energieaufwand verringert. Flüssigholz hat eine geringe Wärmeausdehnung und weist eine hohe Steifigkeit auf.Der Hauptbestandteil von Flüssigholz ist Lignin, welches in jeder verholzten Pflanze gebildet wird und bei der Papierherstellung als Nebenprodukt anfällt. Lignin kann mit anderen Naturfasern vermischt und zu einem Granulat verarbeitet werden. Es kann auch mit pflanzlichen Fasern, Stärke und biologisch abbaubaren oder umweltschonenden Kunststoffen vermischt und Granulat gebildet werden. Bei einer weiteren Vorgehensweise der Flüssigholzherstellung, wird erst der Kunststoff flüssig gemacht und dann die Holzpartikel dazugegeben. Anschließend wird das Gemisch in eine Form gepresst.

Als lasttragender Werkstoff ersetzt es im Baugewerbe das Vollholz. Beispiele hierfür sind Furnierschichtholz, Scrimber (Holzwerkstoff aus Holzpartikeln), sowie Spann- und Furnierstreifenholz. Sie weisen eine hohe Festigkeit auf und sind meist belastbarer als Vollholz. Die Belastbarkeit ist abhängig von der Faserrichtung. Für die Herstellung werden Späne und Furniersteifen mit Phenolharzen verklebt und sind daher beständig gegenüber Wasser und Feuchtigkeit.

Kork wird aus der nachwachsenden Rinde der Korkeiche gewonnen, die alle 8-10 Jahre geschält wird. Das pflanzliche Gewebe ist aus lufthaltigen Zellen aufgebaut. In den Zellulosewänden befindet sich Suberin, welches wasserabweisend ist. Kork schwimmt daher auf Wasser und lässt keine Flüssigkeiten oder Gase durch. Kork wurde auf Grund seiner positiven Eigenschaften, wie das es schall- und wärmedämmend ist, schon in der Antike verarbeitet. Zudem hat Kork eine hohe Elastizität, ist verschleißarm, feuerfest, leicht zu verarbeiten und ein schlechter Leiter für Elektrizität.

Rindentuch wird aus der Rinde des wildwachsenden Mutba-Feigenbaumes hergestellt. Es ist unter dem Markennamen BarkCloth und BarkTex bekannt und wird gerne im Kleidungs- und Möbelbereich eingesetzt. Nach dem Schälen wird die Rinde tagelang in Handarbeit zu einem flachen Tuch weich geklopft. Durch zusätzlich eingearbeitete Textilien wird die Oberfläche versiegelt und abriebfest gemacht. Die Textilien dienen außerdem zum Schutz vor äußeren Einflüssen. Durch spezielle Ausrüstungsverfahren kann das Rindentuch wasserabweisend, feuer- und reißfest gemacht werden. Die Ausrüstung kann eine elastische und geschmeidige Struktur bewirken. Keines dieser Tücher gleicht dem anderen und ähnelt je nach Lichtsituation und Blickwinkel einem Leder oder einem Fleece Stoff. Auch Laminate können aus den Rindentüchern hergestellt werden. Dafür werden Rindentücher mit Phenol- und Aminoplastpapiere miteinander verpresst. Das Laminat besitzt eine fühlbare Oberflächenstruktur. Gerade für seine besondere Oberflächenerscheinung ist das Rindentuch im Accessoire- und Modebereich beliebt. Sie können aber auch im Möbelbau, zum Beispiel als Tischplatten, eingesetzt werden.

Lexikon

Abbinden ist das Verfestigen der Klebschicht zwischen den zu verklebenden Fügeteilen.

Die Abholzigkeit ist ein Holzfehler, der auftritt, wenn die Abnahme des Stammdurchmessers auf einen Meter Stammlänge mehr als einen Zentimeter beträgt. Das Holz hat dann eine verringerte Biegefestigkeit.

Der absolute Luftfeuchtegehalt ist die Menge des Wasserdampfs, die bei einer bestimmten Temperatur von der Luft aufgenommen werden kann. Die relative Luftfeuchtegehalt ist das geläufigste Maß für die Angabe von Luftfeuchtigkeit in Relation zur maximal aufnehmbaren Luftfeuchtigkeit. Dieses Verhältnis wird in Prozent angegeben.

Absorption ist die Aufnahme von gebundenem Wasser aus der Umgebungsluft durch die Zellwand.

Diese Furniere halten eine Platte bei der Plattenherstellung davon ab sich weiter zu „bewegen“, bzw. zu verändern/verziehen

Anisotropie ist die Abhängigkeit der Holzeigenschaften in Bezug auf die Richtung des Werkstoffes

So wird die Volumenänderung des Holzes bei Aufnahme und Abgabe von Feuchtigkeit genannt

Schnittholz dessen größte Querseite mindesten 20 cm beträgt, wird als Balken bezeichnet

Natürliche oder chemische Stoffe, die zur Oberflächenveredelung verwendet werden

Sie gibt an wie viel Kraft beim Biegen eines Stabes benötigt wird um diesen zu brechen

Der Bläuepilz verfärbt Holz grau bis schwarz-blau

Zellreihen, die mit dunklen Kernstoffen angefüllt sind und sich auffällig abzeichnen, werden Blutringe genannt.

Schnittholz mit einer Mindestdicke von 40mm und einer Breite von mehr als der zweifachen Dicke

Braunfäule, auch Destruktionsfäule genannt, ist der Abbau von heller Cellulose durch eine bestimmte Pilzart

Cellulose ist der Hauptbestandteil von pflanzlichen Zellwänden und damit die häufigste organische Verbindung. Chemisch gesehen handelt es sich um ein hochpolymeres Polysaccarid mit kettenförmiger Molekülstruktur.

Als Dauerhaftigkeit wird der Widerstand gegen Pilzangriffe bezeichnet. Die Dauerhaftigkeit wird durch chemische und biologische Faktoren bestimmt.

Um eine edle Holzoptik zu erzielen werden Deckfurniere zum Belegen von Plattenmaterial oder anderen Materialen verwendet.

Als Dehnung wird die Längenveränderung bezeichnet, die durch Einfluss von Zug oder Druck bewirkt wird.

Lösen der Einzelschichten von Werkstoffverbunden

Faserverlauf der schraubenförmig Richtung der Stammachse verläuft.

Als Durchfalllast werden Äste bezeichnet, die ohne Verbindung zum Stamm sind und meist nach der Trocknung ausfallen.

Durch Luftzufuhr an den Enden frisch geschnittener Stämme, können Farbveränderungen auftreten. Sie Verursachen aber keine Minderung der Festigkeitseigenschaften und können mit Pilzbefall verwechselt werden.

Die Eigenschaft von Werkstoffen auf eine einwirkende Kraft mit umkehrbarer Zustandsänderung zu reagieren.

Spannungen im Holz, die auf Grund von künstlicher Trocknung entstehen, können durch Lagerung in in einem Klima mit gewünschter Feuchtigkeit, gelöst werden.

Wenn farbige Inhaltstoffe unregelmäßig im Holz eingelagert sind, bilden sich farbliche Zeichnungen oder Streifigkeit

Fasern sind lange und dickwandige Zellen, die wesentlich zur Festigkeit des Holzes beitragen. Sie bilden die kleinste Einheit des Holzes, die mit dem bloßen Auge zu erkennen ist.

Die Zersetzung des Holzes durch Pilze

Ein Holz wird als feinjährig bezeichnet, wenn die Jahrringe sehr eng und gleichmäßig gewachsen sind.

Fräßgänge sind Bohrgänge von Insekten oder Laven, die auch als Wurmlöcher bezeichnet. Durchmesser und Tiefen der Gänge variieren je nach Insektenart erheblich.

Beliebiger Holzfeuchtegehalt oberhalb der Fasersättigungsfeuchte.

Als Frühholz wird die meist weiche und helle Schicht bezeichnet, die zu Beginn der Wachstumsperiode, also im Frühjahr, entsteht.

Bezeichnung eines Astes, der parallel zu seiner Längsachse geschnitten wird.

Im Gegensatz zu freiem Wasser, das sich in den Zellhohlräumen befindet, befindet sich gebundenes Wasser in den Zellwänden. Nach der Holztrocknung hat das Holz meist nur noch gebundenes Wasser.

Gefäße sind röhrenförmige Glieder, die übereinander angeordnet sind und deren Querwände gleich nach dem Entstehen der Zellen aufgelöst werden.

Die geschlossene Wartezeit ist die Zeit vom Zusammenlegen der Fügeteile bis zum Erreichen des vollen Preßdrucks.

Holz, das frei von Bohrgängen, Pilzbefall und Verfärbungen ist

Grünfeuchte ist der Feuchtegehalt unmittelbar nach dem Fällen. Sie entspricht in etwa dem Feuchtegehalt eines lebenden Baumes.

Holz mit einem mittleren Feuchtegehalt von höchstens 30%

Dickflüssige Substanz, die sich in den Harzgängen der Hölzer bildet

Im Baumstamm befindende Hohlräume, die mit Harz gefüllt sind

Schnitt, der entlang des Faserverlaufs geführt wird

Holzschutzmittel sollen das Holz vor Befall von Pilzen und Insekten schützen

Die Eigenschaften sind nicht von der Richtung der Werkstoffes abhängig. Isotropie ist das Gegenteil von Anisotropie (sh. oben)

Holzmasse, die ein Baum während eines Jahres produziert. Im Frühjahr bildet einBaum sehr weiches und helles Holz, den rest des Jahres schweres und hartes Holz.

Kambium ist die dünne Schicht zwischen der Rinde und dem Holz. Diese Schicht bildet nach außen ständig neue Rinden- und nach innen neue Holzzellen.

Der innere Teil des Stammes wird Kernholz genannt. Es ist oft von dunklerer Färbung und recht widerstandsfähig gegenüber Pilzbefall.

Kernrisse sind Risse, die vom Mark ausgehen und dem Verlauf der Holzstrahlen folgen.

Holz wird konditioniert um nach der Holztrocknung noch bestehende Feuchteunterschiede und Trocknungsspannungen auszugleichen.

Brüchiges Kernholz, erkennbar an einer ausbrechenden Oberfläche im Kernholz.

Risse, die längs zur Faserrichtung verlaufen und meist beim Trocknen auftreten.

Schnitthölzer, die nicht größer sind als 32 cm² und einer Breite von bis zu 80mm haben

Laubhölzer besitzen im Gegensatz zu Nadelhölzern Gefäße, die als kleine Löcher im Querschnitt und als Rillen im Tangentialschnitt zu sehen sind.

Leitgewebe sind für den Saftfluss im lebenden Baum zuständig.

Lignin ist ein pflanzlicher Bestandteil, der für die Verholzung zuständig ist. Er ist in der Zellwand eingelagert und bewirkt die Verholzung der Zellen.

Lumen ist ein Hohlraum, der von den Zellen eingeschlossen ist.

Flecken von unterschiedlicher Größe. Sie entstehen in der rindennahen Wachstumsschicht durch einen Befall von Minierfliegen.

Maserungen im Holz entstehen durch Wuchsanomalien. Sie werden durch gehäuft auftretende Präventivknoten, die im Wachstum unterbrochen und überwachsen werden, gebildet.

Massivhölzer werden auch als Vollhölzer bezeichnet. Sie werden aus Rohholz gewonnen und haben die Eigenschaften und Farbigkeit des natürlichen Ausgangsmaterials.

Von einem Stamm werden dünne Holzblätter(Furniere) schichtweise abgetrennt.

Nadelhölzer sind älter als Laubbäume und erkennbar an ihren Zapfen. Sie sind als Weichhölzer bekannt, hell gefärbt und preiswerter als Laubhölzer, weshalb sie unter anderem zur papierherstellung verwendet weden. Zu den bekanntesten Nadelhölzern zählen Tanne, Fichte, Kiefer, Lärche, Eibe und der Wachholder.

Abmessung, die im Verkauf angegeben wird. Im Nennmaß sind Sägeungenauigkeiten, Änderungen des Feuchtegehaltes und weitere Bearbeitungsstufen noch nicht berücksichtigt.

Wird das Holz zu scharf getrocknet treten im Außenbereich Risse auf, die längs zur Faserrichtung verlaufen.

Diese Zellen speichern Nähr- und Aufbaustoffe.

Sichtbare in Längsrichtung aufgeschnittene Gefäßzellen.

Quellung ist ein chemischer Vorgang, bei dem Wasser aufgenommen und eingelagert wird. Es kommt dadurch zu einer Vergrößerung des Volumens.

Der Schnitt wird quer zum Faserverlauf geführt. Auf der Fläche zeigen sich Jahrringaufbau und Holzstrahlen deutlich.

Reaktionsholz zählt zu den Holzfehlern und tritt auf, wenn ein Baum durch Hanglage von Umwelteinflüssen einseitig belastet wird. Bei Nadelhölzern teilen sich auf der belasteten Seite die Kambiumzellen schneller und es entstehen dickere Zellwände. Von außen erkennt man den erhöhten Ligninanteil an der rötlichen Färbung.

Reifholz ist der Kern eines Holzes, der wesentlich wasserärmer ist als der Splint.

Der Riegelwuchs ist eine wellenförmige Verformung aller axial gerichteten Zellstränge, quer zur Faserrichtung.

Als Rinde werden alle Gewebe außerhalb des Zentralzylinders bezeichnet. Rinde besteht aus lebender Innenrinde und toter Außenrinde.

Risse, die in den ersten Schichten des Frühholzes entstehen und meist durch Wuchsspannungen im Baum hervorgerufen werden.

Die Rohdichte wird errechnet, indem die Masse eines Holzes durch sein Volumen dividiert wird.

Flüssigkeit, die aus Wasser und gelösten anorganischen und organischen Nähr-, Speicher-, und Inhaltsstoffen besteht und von den Leitgeweben eines Baumes transportiert wird.

Von einem Holzstamm kontinuerlich geschälte Holzblätter. Der Holzsstamm rotiert hierzu auf einer Schälmaschine und wird von einem feststehenden Messer bearbeitet.

Die Schrägfaser weicht etwas von dem normalen Faserverlauf ab. In Prozenten wird das Verhältnis der Faserabweichung in Querrichtung zur Bezugskante angegeben.

Schüsseln ist eine Querkrümmung von Holzquerschnitten, verursacht durch Schwindung. Dabei wölbt sich die marknahe Seite auf und die rindennahe Seite wird hohl.

Als Schwarzast wird ein Teil eines Astes bezeichnet, der bereits abgestorben ist, aber von weiter wachsendem Holz eingeschlossen ist.

Verkleinerung der Abmessung und des Volumens durch Feuchtigkeitsabnahme.

Wenn der Querschnitt eines Stammes nicht kreisförmig, sonder bedingt durch wulstartige Verstärkungen, sternartig entwickelt ist.

Auf das Frühholz folgende Holz. Bei Laubhölzern ist dieses Holz meist porenärmer. Bei Nadelhölzern treten oft besonders dunkle und harte Zonen auf.

Zur Herstellung von Lagenholz- Furnierplatten werden Schälfurniere mittels Wärme und Druck kreuzweise miteinander verleimt. Die äußeren Schichten müssen immer in die gleiche Richtung verlaufen, deshalb sind Furnierplatten immer von ungerader Zahl und mindestens dreischichtig. Der Name Sperrholz kommt daher, dass das Holz durch die Verkreuzungen am „arbeiten“, gehindert, also „gesperrt“, wird.

Fasern, die quer zur Faserrichtung verlaufen. Im Querschnitt erscheinen sie als feine und meist nur mit der Lupe erkennbare Linien. Auf dem Radialschnitt sind sie jedoch teilweise so breit, dass sie das Holzbild wesentlich verändern.

Helles Holz, das die aktive Zone des Stammes darstellt und Nährstoffe speichert, sowie Wasser und Nährstoffe transportiert.

Das Stehvermögen gibt an, wie sich das Holz bei sich ändernder Luftfeuchtigkeit verhält.

Temperatur, bei der Wasserdampf, der in der Luft enthalten ist, kondensiert.

Thyllen sind blasenartige Zelleinwüchse, die die Poren verschließen.

Wenn bei der Trocknung der Schwindevorgang gehindert wird entstehen Spannungen.

Dünnstellen in der Zellwand, die den Wasser- und Stofftransport von benachbarten Zellen zulassen.

Schnittholz mit naturbelassenen Baumkanten an beiden Seiten.

Eine Verkernung entsteht dann, wenn sich nachträglich ein Kern bildet. Dies geschieht durch eine Veränderung der inneren Holzsubstanz.

Entsteht dann, wenn Trocknungsspannungen die äußere Schicht des Holzquerschnittes unter Druck- und die Innenbereiche unter Zugspannung halten.

Massivhölzer werden auch als Vollhölzer bezeichnet. Sie werden aus Rohholz gewonnen und haben die Eigenschaften und Farbigkeit des natürlichen Ausgangsmaterials.

Feuchtegehalt nach dem Einschlag. Entspricht in etwa dem Feuchtegehalt eines noch lebenden Baumes.

Bevor Holz bricht ist ein knisterndes Geräusch zu hören, das andeutet, dass die Bruchgrenze erreicht ist.

Aufstehende Fasern aus einer bearbeiteten Holzoberfläche. Minderung der Oberflächenqualität, welche oft durch stumpfes Werkzeug verursacht wird.

Entspricht dem Holzteil

Holzgewebe, die den Gebrauchswert des Holzes negativ beeinflussen. Entsteht als Reaktion des Baumes auf einseitige, äußere Einwirkungen.

Ein heller und weniger widerstandsfähiger Ring der zwischen Kern und Splint wächst.

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