Tapete

Tapete Wissen

Tapeten sind Papier- bzw. Gewebebahnen, die im Innenbereich eingesetzt werden um Wände flächig zu bekleben, damit eine bestimmte Wirkung und Raumästhetik erzielt wird.

Definition

Eine Tapete ist eine aus Papier, Gewebe oder Kunststoff bestehende Wandbekleidung.

Mit Hilfe eines geeigneten Klebstoffs wird die jeweilige Tapete auf die Wand tapeziert.

Tapeziert werden hauptsächlich Innenräume und Gegenstände, die keiner Witterung ausgesetzt sind.

Neben Papiertapeten, die früher fast ausschließlich verwendet wurden, gibt es heute vermehrt Vliestapeten, da diese bessere Verarbeitungsmöglichkeiten bieten und deutlich stabiler sind.

Bedrucken der Tapete

Das Rotationsverfahren ist das heute am häufigsten verwendete Druckverfahren. Hierbei druckt jedes Farbwerk nur eine Farbe. Mehrere Druckvorgänge werden hintereinander geschaltet und ergeben schließlich zusammen das Gesamtergebnis.

Beim Flexodruck werden die zu druckenden Teile erhöht und die nicht zu druckenden Teile vertieft. Die Rasterwalze sorgt dafür, dass die zu druckende Farbe gleichmäßig aufgetragen wird. Die Flexodruckwalze ist für den Motivdruck auf die Tapetenbahn zuständig. Man benötigt für jede Farbe eine eigene Flexodruckwalze. Eine weitere Technik ist der Kupfertiefdruck, der es ermöglicht, beispielsweise Fotografien naturgetreu mit hoher Qualität und großen Auflagen wiederzugeben. Das Foto wird digitalisiert und mit Hilfe eines Lasers auf den Druckzylinder gebracht.

Sehr flexibel bei verschiedenen Materialien ist der Siebdruck. Hierbei wird ein Sieb wie eine Schablone perforiert. Durch eine Rakel wird Farbe von innen nach außen auf die Tapete gedrückt.

Der Digitaldruck ist die neuste Entwicklung im Bereich Tapetendruck. Das Design wird in einem Grafikprogramm entworfen oder es werden Vorlagen eingescannt. Möchte man der Tapete eine strukturierte Oberfläche geben, eignet sich hier der Prägedruck. Der Druck und Prägevorgang kann gleichzeitig oder hintereinander ablaufen.

Bedeutung der Muster

Tapeten geben Räumen Identität. Das Muster einer Tapete ist sehr aussagekräftig und erweitert bei gekonntem Einsatz die gestalterischen Möglichkeiten. Betrachtet man Tapeten genauer, so erkennt man, dass diese gegenständlich, abstrakt oder organisch strukturiert sind. Tapeten mit gegenständlichen Motiven heben vor allem die Bildbotschaft heraus. Abstrakte Tapetenmuster lassen den geometrischen Ausdruck wirken. Strukturierte Tapete heben den Materialcharakter hervor. Von der Anordnung des Musters hängt zusätzlich der Charakter der Tapete ab.

Bedeutung der Farbe

Farben können sich auf unsere Gefühle auswirken, deshalb ist es von Vorteil ist, sie gekonnt einzusetzen. Farbstimmungen, die wir aus der Natur kennen sind uns sehr vertraut und geben uns ein Gefühl von Heimat und Geborgenheit. In unserem Breitengrad findet man in der Natur grüne und rotbraune Farbtöne. Braun wirkt als stabilisierende Farbe, die einem Raum viel Ruhe bringen kann. Auch dunkle Grüntöne wirken in Kombination mit Braun sichernd und festigend. Allerdings können dunkle Farben auch teilweise sehr beengend wirken und beeinflussen dadurch das menschliche Wohlbefinden negativ. In Lokalen oder Essbereichen findet man oft Töne in Orange, da diese die Farbe des Genusses ist.

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Zum ersten Mal wurden Tapeten im 14. Jahrhundert in Form von bedruckten Wandpapieren hergestellt. Erst viel später wurde durch die Kombination von Druck und Papierherstellung, eine Art Serienfertigung ermöglicht. In Frankreich und England wurden die ersten Vorläufer der Tapete hergestellt, die man Dominotiers nannte. Bereits im 17. Jahrhundert wurden Rapportmuster aus Holz gedruckt, die allerdings zu kleine Maße hatten und keine fortlaufende Flächengestaltung ermöglichten. Wieder waren es die Engländer, die Ende des 17. Jahrhunderts raumhohe Tapetenbahnen auf den Markt brachten, wodurch das Tapezieren erheblich vereinfacht wurde. Die Herstellung des Rundschöpfsiebes um 1830 machte die Produktion von Endlospapier möglich.

Sorten & Arten

Die europäische Norm für Tapeten DIN EN 235 gliedert die fertigen Wandbekleidungen in acht Gruppen:>Papierwandbekleidung>Kunststoffwandbekleidung (mit Papierträger)>Kunststoffwandbekleidung (ohne Papierträger)>Vlieswandbekleidung>Textilwandbekleidung>Velourswandbekleidung>Metall-Effekt- Wandbekleidung>Naturwerkstoff- WandbekleidungEine weitere Hauptgruppe der DIN EN 235 sind Wandbekleidungen, die nachträglich behandelt werden. Sie können aus verschiedenen Materialien wie Papier, Glasfaser, Kunststoff oder Textilien bestehen und sind Halbfabrikate, die erst durch den Anstrich ihr Finish erhalten.Tapeten werden in Rollen geliefert und werde zum Dekorieren von Wänden und Decken verwendet. Sie können aus verschiedenen Materialien bestehen und werden mit Hilfe eines Klebstoffes angebracht.

Es gibt Simplexpapier oder Duplexpapier. Das heißt sie bestehen aus einer oder mehreren Lagen Papier. Normale Papiertapeten besitzen oft eine leichte Prägung, die Graufrage.

Kunststoffbeschichtete Papiertapeten

Im Aufbau unterscheiden sie sich kaum von der normalen Papiertapete, außer das die Oberfläche mit Kunststoff beschichtet ist. Dies kann den Feuchtigkeitstransport zwischen Raumluft und Wand stark beeinträchtigen. Der Kunststoff kann auch in Form einer Folie auf die Tapete aufgebracht werden. Der Vorteil dieser Tapeten liegt darin, dass diese sich gut abwaschen lassen.

Vinyltapeten bestehen zum Großteil aus holzartigem Trägerpapier, auf dem eine Schicht weich machender Pigmente aufgetragen ist. Diese Schicht ist bedruckt und wird dann in einem Heißprägeprozess verarbeitet.

Vinyltapeten auf Gewebeträger

Eine weichmacherhaltige PVC- Folie, auf deren Unterseite ein Textilgewebe angebracht ist, damit sie sich beim aufbringen nicht verzieht.

Vinyltapeten auf Vliesträger

Eine weichmacherhaltige PVC-Folie und ein Vlies- oder Synthesefaserpapier. Durch den hohen Kunstfaseranteil im Trägermaterial können die Tapeten in trockenem Zustand in das vorher aufgetragene Klebstoffbett eingelegt werden, ohne dass es zu einer Weichdehnung an der Wand kommt.

Tapeten mit einer fühlbaren Oberfläche, die durch einen Prägevorgang oder durch Auftragen von Materialien zumeist als PVC- Schaum hergestellt wird.

Sie bestehen derzeit fast ausschließlich aus Papier, auf das die Struktur geprägt wird. Hierbei ist zu beachten dass es große Qualitätsunterschiede gibt, die beim Kauf auf den ersten Blick nicht zu erkennen sind. Bei niedrigen Qualitäten kann es vorkommen, dass die Struktur nach dem Aufbringen der Tapete und anschließendem Trocknen nicht mehr erkennbar ist.

Duplierte Prägetapeten

Um das bei den Prägetapeten genannte Problem zu umgehen werden hier zwei Papierbahnen mittels wasserhaltigem Klebstoff miteinander verbunden und noch im feuchten Zustand geprägt.

Rapportprägetapeten

Sie besitzen ein sich wiederholendes Muster, das auch farblich gestaltet werden kann. Beim Tapezieren muss hier auf den sich wiederholenden Rapport geachtet werden.

Profiltapeten werden auch Schaumtapeten genannt. Die Schaumschicht besteht aus weichmacherhaltigem PVC, das auf einen Papierträger aufgebracht wird. Es gibt zusätzlich Profiltapeten, die chemisch geprägt sind. Diese werden bei hoher mechanischer Beanspruchung verwendet.

Durch eine Beflockung mit Textilfasern entsteht eine samtartige Oberfläche. Die Fasern sind in einem Klebstoffbett auf dem Papierträger fixiert.

Bestehend aus Papierfasern mit eingearbeiteten Holzfasern. Raufasertapetenbahnen gibt es einlagig und mehrlagig. Die Raufaser kann auf jedem tapezierfähigen Untergrund verarbeitet und auch mehrfach mit beliebigen Wandfarben überstrichen werden.

Mit Motiv bedruckte Tapete, bei der das Motiv über mehrere Bahnen gehen kann.

Motive werden über mehrere Bahnen aufgedruckt und somit kann ein Motiv eine ganze Wand bedecken.

Naturstoffe wie Kork, Gras, Sand oder ähnliche Materialien werden auf eine Trägerbahn aufgebracht. Dazu zählen beispielsweise auch die Grastapeten, die oft in Asien in Handarbeit angefertigt werden.

Auf das Trägermaterial ist eine aus textilem Material bestehende Deckschicht kaschiert.

Auf den Träger aus Papier wird ein Obermaterial aus Metallfolie aufkaschiert.

Diese werden mit einem flachen Druckstock von Hand stückweise bedruckt. Es ist möglich, dass über 1.000 verschiedene Druckstöcke für ein Wandbild benötigt werden.

Untertapeten werden für verschiedene Zwecke eingesetzt, z.B. zur Wärmedämmung oder als Isolationsschicht gegen elektromagnetische Wellen.

Be- & Verarbeitung

Eine Tapete muss in Normalfall mit einem Tapetenkleister an die Wand tapeziert werden.

Die Hinweise des jeweiligen Kleisters sind zu beachten.

In der Regel muss der Kleister entweder auf die Rückseite der Tapetenbahn oder auf die zu tapezierende Fläche aufgetragen werden.

Anschließend kann die Tapetenbahn auf die vorgesehene Stelle aufgebracht werden. Es muss darauf geachtet werden, dass keine Blasen unter der Tapetenbahn eingeschlossen werden und dass, falls eine Musterung auf der Tapete vorhanden ist, die aufeinanderfolgenden Tapetenbahnen im richtigen Versatz angelegt werden.

(Raumumfang x Höhe)/ 5 = Rollenbedarf

Mit dieser Formel lässt sich ganz einfach der Rollenbedarf für ansatzfreie Tapeten mit dem Euro-Rollen-Maß von 10,05 x 0, 53 m ermitteln. Bei Tapeten mit großem Versatz wird geraten durch vier zu teilen.

Phänomene

Eine Tapetenform, die man als Trockenmasse erhält und mit Wasser anmischen muss. Danach wird die pastöse Masse auf die Wände und Decken aufgetragen.

Lexikon

Der Begriff „abgehängte Decke“ bezeichnet eine zweite Decke unterhalb der eigentlichen Decke. Sie dient der Schallisolierung oder zur Abdeckung optischer Mängel.

Abstreifgitter dienen zum Abstreifen überschüssiger Farbe auf einer Rolle oder einem Pinsel beim Streichen. Sie bestehen meist aus Metall oder Plastik.

Der Rollenbedarf für ansatzfreie Tapeten kann einfach über eine Formel ermittelt werden. Dazu nimmt man den Raumumfang und multipliziert ihn mit der Höhe des Raumes. Das Produkt teilt man dann durch fünf. Das Ergebnis ist der Rollenbedarf.

Ein Cuttermesser ist ein Gebrauchsmesser mit austauschbaren, sehr scharfen Klingen. Die stumpfen Klingen werden einfach abgebrochen und man schiebt die frische Klinge nach. Sie eignen sich besonders gut zum Schneiden von Papier und Folien.

Um die im Raum vorhandene Feuchtigkeit langsam an die Außenwand abzugeben, wird eine Folie oder Pappe eingesetzt, die als Dampfbremse dient.

Dehnungsfugen dienen zum Auffangen und Ausgleichen von temperaturbedingten Volumenänderungen eines materials.

Um sicher zu stellen, dass bei Prägetapeten nach dem Aufbringen die Prägung noch dreidimensional sichtbar ist, werden zwei Papierbahnen durch wasserhaltigem Klebstoff miteinander verbunden und in feuchtem Zustand geprägt.

Tapeten mit dem Symbol des „blauen Engels“ ausgezeichnete Tapeten bestehen zu 60% aus Altpapier.

Eine Tapetenform, die man als Trockenmasse erhält und mit Wasser angemischt werden muss. Erst danach kann sie auf Wände und Decken aufgetragen werden.

Die Glasfasern werden auf Alufolie oder Papier aufgezogen. Sie dienen der Schall- und Wärmeisolierung.

Bei dieser Tapetenart wird auf Papier oder ein anderes Trägermaterial eine Kunststoffschicht aufgetragen. Die Kunststofftapete ist strapazierfähig und abwaschbar.

Lackierrollen finden Verwendung für das Lackieren von Fenster- oder Türrahmen oder in breiterer Ausführung für das Lackieren von großen Flächen.

Dient als Untertapete und überdeckt kleine Unebenheiten, bevor die eigentliche Tapete aufgetragen wird.

Naturstoffe wie Kork, Gras oder Sand werden auf eine Trägerbahn aufgebracht. Dazu zählen beispielsweise auch die Grastapeten, die oft in Asien in Handarbeit angefertigt werden.

Als Träger für das eigentliche Muster kann Simplexpapier oder Duplexpapier, also einlagiges oder mehrlagiges Papier, verwendet werden. Normale Papiertapeten besitzen oft eine leichte Prägung, die Graufrage.

Sie bestehen derzeit fast ausschließlich aus Papier, auf das die Struktur geprägt wird. Hierbei ist zu beachten, dass es große Qualitätsunterschiede gibt, die beim Kauf auf den ersten Blick nicht immer zu erkennen sind. Bei niedriger Qualität kann es vorkommen, dass die Struktur nach dem Aufbringen der Tapete und dem anschließendem Trocknen nicht mehr zu erkennen ist.

Werden auch Schaumtapeten genannt. Die Schaumschicht besteht aus weichmacherhaltigem PVC, der auf einen Papierträger aufgebracht wird. Es gibt außerdem Profiltapeten, die chemisch geprägt sind. Diese werden bei hoher mechanischer Beanspruchung verwendet.

Bezeichnung eines Pinsels mit großer Streichfläche.

Sie besitzen ein sich wiederholendes Muster, das farblich gestaltet werden kann. Beim Tapezieren muss hier auf den Rapport geachtet werden.

Raufasertapete besteht aus Papierfasern mit eingearbeiteten Holzfasern und ist einlagig und mehrlagig erhältlich. Die Raufaser kann auf jedem tapezierfähigen Untergrund verarbeitet und mehrfach mit beliebigen Wandfarben überstrichen werden.

Tapeten mit einer fühlbaren Oberfläche, die durch einen Prägevorgang oder durch Auftragen von Materialien, zumeist als PVC- Schaum hergestellt wird.

Ist eine Tapete mit dem Symbol „spaltbar“ ausgezeichnet, so kann die Oberschicht der Tapete trocken abgezogen werden. Die Unterschicht kann als Makulatur auf der Wand bleiben.

Klebstoff für Tapeten, der meist aus Methylzellulose oder Stärke besteht. Meist kann man den Kleister in Pulverform im Handel kaufen und rührt ihn vor Gebrauch mit Wasser an. Die Wassermenge ist abhängig von der Saugfähigkeit der Tapete, der Papierstärke und dem Gewicht der Bahn.

Nach dem Aufbringen der Tapete muss die Bahn zusätzlich mit einer Bürste glattgestrichen werden um kleine Blasen auszubürsten und die Tapete fester an die Wand zu drücken.

Auf das Trägermaterial ist eine aus textilem Material bestehende Deckschicht kaschiert.

Für die unterschiedlichsten Einsatzzwecke, unter anderem zur Wärmedämmung oder als Isolationsschicht gegen elektromagnetische Wellen.

Diese bestehen zum Großteil aus holzartigem Trägerpapier und einer Schicht weichmachender Pigmente. Diese Schicht ist bedruckt und kann durch einen Heißprägeprozess bearbeitet.

Eine weichmacherhaltige PVC- Folie wird auf ein Textilgewebe aufkaschiert, damit sich die Folie beim Aufbringen nicht verzieht.

Eine weichmacherhaltige PVC-Folie wird auf ein Vlies- oder Synthesefaserpapier aufkaschiert. Durch den hohen Kunstfaseranteil im Trägermaterial können die Tapeten in trockenem Zustand in das vorher aufgetragene Klebstoffbett eingelegt werden. Eine Weichdehnung an der Wand wird dadurch vermieden.

Mit dem Wandglätter kann man kleine Unebenheiten in der Wand ausgleichen.

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