Zertifikate für Materialien

Zertifikate für Materialien Wissen

Hier sehen Sie eine grobe Übersicht über die in unserem Raum geläufigsten Zertifikate, mit denen Materialien in weitestgehender ökologischer Hinsicht ausgezeichnet werden können.Die Qualität der Zertifikate ist sehr unterschiedlich, weshalb man sich nicht ausschließlich auf diese verlassen sollte. Dennoch bilden Sie eine gute Grundlage und geben einen Anhaltspunkt für die ökologische Bewertung von Materialien.

Zertifikate
Active House

Die Active House Alliance hat sich zum Ziel gesetzt, die Vision von Gebäuden zu unterstützen, die ein gesundes und komfortables Leben ermöglichen. Dabei dürfen das Klima und die Umwelt nicht negativ beeinflusst werden.

Active House soll das zukünftige Prinzip für Neubauten und Renovierungen werden und Gebäudedesign und -leistungen zusammenbringen.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Nutzung von erneuerbarer Energie, die anhand der Wechselwirkungen zwischen Energieverbrauch, Raumklimabedingungen und Umweltauswirkungen bewertet wird.

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Das Institut für Umwelt und Gesundheit in Fulda zeichnet, unter Einhaltung von einem eigens entwickelten Prüf- und Kriterienkatalog, Allergiker-gerechte ÖKO-Häuser aus.

Dabei werden Schadstoffemissionen in Innenräumen und das Produktmaterial geprüft.

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Blauer Engel

Der Blaue Engel zertifiziert unter anderem Wandfarben, Lacke, Tapete, Produkte aus Holz und Bodenbeläge, Matratzen, Polstermöbel und Textilien. Insgesamt sind 12.000 Produkte und Dienstleistungen mit dem Umweltzeichen ausgezeichnet. Produkte und Dienstleistungen, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet werden, sind umweltfreundlicher als vergleichbare, konventionelle Produkte und Dienstleistungen. Als weltweit ältestes und Deutschlands bekanntestes Umweltzeichen ist der Blaue Engel die Orientierung für umweltfreundlichen Einkauf.

Zeicheninhaber ist das Bundesministerium für Umwelt. Das Umweltbundesamt erarbeitet die fachlichen Kriterien, die ein Produkt oder eine Dienstleistung für die Zertifizierung mit dem Blauen Engel einhalten muss und überprüft diese regelmäßig auf den aktuellen Stand der Technik. Die Kriterien werden von der unabhängig und ehrenamtlichen die Jury Umweltzeichen (Vertreter von Umwelt- und Verbraucherverbänden, Gewerkschaften, Industrie, Handel und v.w. Organisationen) beschlossen. Die RAL gGmbH prüft die Kriterien und vergibt das Umweltzeichen.

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Bluesign

Das bluesign SYSTEM erstellt Lösungen, um textile Produkte nachhaltig zu verarbeiten und herzustellen. Besonders im Fokus steht hier der Mensch.

Besonders umweltbelastende Substanzen werden von Anfang an aus dem Fertigungsprozess ausgeschlossen. Es gibt Richtlinien für den Gebrauch von Chemikalien, Abwasser, Abluft und Ressourcenproduktivität, die sich an den weltweiten Verbraucher- und Umweltstandards orientieren. Das Endprodukt muss gesundheitlich unbedenklich sein. Konsumentenschutz und Arbeitssicherheit werden ebenfalls berücksichtigt.

Innerhalb der Produktionskette, die transparent dargestellt wird, werden Materialien geprüft und erhalten das Label bluesign APPROVED. Das ist die Basis für bluesign PRODUCT. Dieses wird nur von Marken angeboten, die sich dem bluesign SYSTEM verpflichtet haben und das Produkt aus mindestens 90 % bluesign APPROVED Textilien und 30 % zertifiziertem Zubehör besteht.

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BREEAM

BREEAM (Building Research Establishment Environmental Assessment Methodology) ist ein internationales Programm/ Bewertungssystem und zeichnet die Planung von Projekten, Infrastrukturen, Gebäuden und Gewerbebauten (Neubau, In Benutzung, Sanierung, Ausstattung) aus.

BREEAM bewertet auch soziale Nachhaltigkeitsleistungen und das Wohlbefinden der Menschen.

Unter ökologischen Gesichtspunkten sollen Ressourcen geschützt und die biologische Vielfalt erhalten bleiben.

Es bewertet den gesamten Lebenszyklus und betrachtet unter anderem Design, Haltbarkeit und Belastbarkeit, Materialien, Verwaltung, Verschmutzung, Transport, Wasser und Abfall.

Bewertet werden die Auswirkungen auf globaler, regionaler, lokaler und innenräumlicher Ebene.

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Cradle to Cradle

Die Zertifizierung reicht von Düften über Fußböden, T-Shirts und Jeans bis hin zu Wasserflaschen und Fensterbehandlungen. Tausende von Produkten sind bereits mit einem C2C-Zertifikat versehen.

Sie wird seit 2010 vom Cradle to Cradle Products Innovation Institute in San Francisco vergeben.

Dabei spielen fünf Kriterien eine Rolle:

> Materialgesundheit

> Kreislauffähigkeit

> Management Erneuerbarer Energien

> Verantwortungsvoller Umgang mit Wasser

> Soziale Gerechtigkeit

Es dürfen nur umweltsichere, gesunde und wiederverwertbare Materialien (technische Wiederverwertung oder biologische Wiederverwertung) für ein Produkt eingesetzt werden. Die eingesetzte Chemie muss ungefährlich für den Menschen und die Umwelt sein und es darf kein Abfall entstehen (Kreislauffähigkeit).

Begutachtet wird die Gesamtwirkung der Produkte und das während des gesamten Prozesses. Daraufhin kann man entweder mit Basic, Bronze, Silber, Gold oder Platin zertifiziert werden.

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DGNB-Zertifizierungssystem

Das System der DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) bewertet nachhaltige Gebäude und Quartiere und überprüft dabei den thermischen/ visuellen/ akustischen Komfort und die Innenraumluftqualität. Es werden keine einzelnen Komponenten betrachtet, sondern die gesamte Wirkung des Gebäudes.

Die Basis bilden die drei Paradigmen Lebenszyklusbetrachtung, Ganzheitlichkeit und Performanceorientierung. 

Es gibt außerdem sechs relevante Themenbereiche, die ausschlaggebend sind, um nachhaltig zu bauen: Ökologie, Ökonomie, soziokulturelle und funktionale Aspekte, Technik, Prozesse und Standort.

Für einen Neubau beispielsweise werden insgesamt 37 Kriterien berücksichtigt, die das gesamte Konstrukt ansehen.

Bei der Erfüllung der Kriterien aus den Themenfeldern werden entweder Bronze, Silber, Gold oder Platin vergeben.

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eco-INSTITUT-Label

Das Label wurde von der eco-INSTITUT Germany GmbH ins Leben gerufen. Es gilt unter anderem für Bauprodukte, Bettwaren und Matratzen (z.B. Latex- und Schaumstoffmatratzen, Bettsysteme u.a.), Möbel und Einrichtungsgegenstände (z.B. aus Vollholz, beschichtete/ unbeschichtete Holzwerkstoffplatten und Polstermöbeln mit Bezug) und unterschiedliche Bodenbeläge.

Die Kriterien werden unter Berücksichtigung des neusten Stands der Wissenschaft und Forschung erarbeitet und richten sich auch nach den Ansprüchen von Herstellenden, ArchitektInnen und Planenden für Bauprojekte.

Im ersten Schritt, der Vorprüfung, wird ermittelt, ob ein Produkt die Grundanforderungen für eine Zertifizierung erfüllt. Im zweiten Schritt, der Laborprüfung, werden Emissionen gemessen, der Geruch bestimmt und das Produkt auf schädliche Inhaltsstoffe untersucht.

Die Produkte müssen toxikologisch unbedenklich sein und umweltverträglich. Es gilt ein Verbot von bestimmten Gefahrstoffen und es werden Grenzwerte für bestimmte Emissionen (z.B. Formaldehyd) gesetzt. Wenn Tropenholz verwendet wird, dann muss es zertifiziert sein.

Produkte dürfen keine umwelt- und gesundheitsschädlichen Stoffe enthalten, müssen bestimmte Anforderungen an die Gebrauchstauglichkeit erfüllen und nachhaltig sein.

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EPD (Environment Product Declaration)

Das EPD-Programm wurde vom Institut Bauen und Umwelt e.V. (IBU) ins Leben gerufen und dient dazu, dass Unternehmen für ihre Bauprodukte, Baukomponenten und Baustoffe Deklarationen bezüglich Ökobilanz und Umweltauswirkung erstellen können, die im Laufe des Lebenszyklus entstehen.

Diese umweltbezogenen Informationen dient der Nachhaltigkeitsbewertung.

Die EPD zählt zu den Typ III-Umweltkennzeichen. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie transparent sind, umfassend und unabhängig verifiziert. Es wird kein Zertifikat vergeben.

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EU Ecolabel/ Euroblume/ Europäisches Umweltzeichen

Das von der Europäischen Kommission (Zeicheninhaber) ins Leben gerufene Europäische Umweltzeichen (kurz: EU Ecolabel oder Euroblume) ist seit 1992 in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (plus Norwegen, Liechtenstein, Island) anerkannt. Es zeichnet Produkte und Dienstleistungen aus, zum Beispiel Reinigungsprodukte, Elektrogeräte, Textilien, Möbel, Schuhe, Schmierstoffe, Farben, Lacke, Herbergen und sogar Campingplätze. Ausgeschlossen sind bisher Nahrungsmittel, Getränke, Arzneimittel und medizinische Geräte. Ausgezeichnete Produkte und Dienstleistungen haben eine geringere Umweltauswirkung als vergleichbare Produkte und tragen somit zu einer Verringerung der Umweltverschmutzung bei.

Durch das oberste Gremium, dem European Union Ecolabelling Board (EUEB), werden Kriterien entwickelt und überarbeitet. Beantragt werden kann das EU Ecolabel von Herstellern, Importeuren, Dienstleistern, aber auch Händlern bei der jeweils zuständigen nationalen Stelle (dem Competent Body). In Deutschland ist dies die RAL gGmbH.

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Eurofins Indoor Air Comfort

Das Gütezeichen Indoor Air Comfort und Indoor Air Comfort Gold zertifiziert Bauprodukte, Bodenbeläge, Dämmmaterial, Farben / Lacke / Beschichtungen, Möbel und andere Produkte, die für eine verbesserte Innenraumluftqualität sorgen.

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Fairtrade

Das Fairtrade-Produkt-Siegel für Baumwolle steht für fair angebaute und gehandelte Rohbaumwolle, die über alle Produktionsschritte direkt rückverfolgbar ist und getrennt von Nicht-Fairtrade-Baumwolle weiterverarbeitet wird. Kleinbauernorganisationen erhalten für die Fairtrade-Baumwolle stabile Mindestpreise und einen Aufschlag für Sozialprojekte, die Fairtrade-Prämie. Die Baumwolle in Textilien, die dieses Siegel tragen, ist zu 100 Prozent Fairtrade-zertifiziert.

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Fair Stone

Im Jahre 2007 wurde der Sozial- und Umweltstandard von der WiN=WiN GmbH, einem deutschen Natursteinhändler, ExpertInnen der ISSA und internationalen ExpertInnen für Arbeitsrecht und Soziales ausgearbeitet. Der Standard bezieht sich auf Natursteinimporte (Pflastersteine, Bordsteine, Platten etc.) aus Entwicklungs- und Schwellenländern.

Wichtig sind die drei Bereiche Safety and Health, Human and Labour Rights und das Environment und Management System. Eingehalten werden müssen zum Beispiel die ILO-Kernarbeitsnormen (u.a. Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit). Rücksicht genommen wird auf die Sicherheit und Gesundheit der Arbeitenden, um die Arbeitsbedingungen vor Ort in den Steinbrüchen zu verbessern.

Die Standards gelten in der gesamten Lieferkette. Die Produkte können zurückverfolgt werden und Umweltschutzmaßnahmen werden erfüllt.

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FSC (Forest Stewardship Council)

FSC®-zertifiziert sind Bauhölzer wie Fenster und Türen, Bodenbeläge, Einrichtungsgegenstände aus Holz, Kleinprodukte wie Kleiderbügel und Papier.

FSC ist die verlässlichste Organisation für die Absicherung wichtiger Umwelt- und Sozialstandards im Wald. Mit weltweit gültigen Standards, der beispiellosen Einbindung aller relevanten Interessengruppen und der Unterstützung durch namhafte Unternehmen sowie anerkannte unabhängige Umwelt- und Sozialorganisationen, gilt FSC als die glaubwürdigste Lösung für nachhaltige Waldwirtschaft. Die Zertifikatsvergabe erfolgt nach einer erfolgreichen Prüfung durch unabhängige Dritte, die mindestens jährlich wiederholt wird. Weltweit sind über 200 Millionen Hektar Wald FSC-zertifiziert.

Die Mitglieder kommen aus der Holz- und Forstwirtschaft, Umweltverbänden, Gewerkschaften sowie aus indigenen Gruppen. Gegliedert ist die Organisation in drei Kammern: Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftskammer verfügen im FSC jeweils über das gleich Stimmgewicht unabhängig von Ihrer Mitgliederzahl und haben bei wichtigen Entscheidungen jeweils ein Vetorecht.

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GEV-Emicode

Seit 1997 garantiert das markenrechtlich geschützte Kennzeichnungssystem besonders emissionsarme Verlegewerkstoffe und Bauprodukte (Bodenbeläge, Dämmplatten, Klebstoffe etc.).

Die ausgezeichneten Produkte halten sich an strenge Grenzwerte und werden regelmäßig kontrolliert.

So wird eine nachhaltig saubere Raumluft, Gesundheitsschutz und eine hohe Umweltverträglichkeit gewährleistet.

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Global Recycling Standard (GRS)

Der GRS wurde 2008 von Control Union Certifications entwickelt und stellt Anforderungen an Recyclingmaterialien, die Produktionskette und den Einsatz von Chemie.

20 % eines Produktes müssen aus recyceltem Material bestehen. Der Fokus liegt auf der Herstellung der Fasern (Zwischenstufen der Verarbeitung und Endprodukt werden nicht kontrolliert).

Das Material kann rückverfolgt werden und produziert werden soll es möglichst umweltfreundlich. Es geht auch darum, die Lieferkette nachhaltiger zu gestalten und ökologische und chemische Risiken zu minimieren.

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GoodWeave-Siegel

Dieses Siegel greift im Bereich der handgeknüpften Teppiche aus Indien, Nepal und Pakistan und wird von Good Weave International vergeben.

Negative Umweltauswirkungen der Produktion werden identifiziert und minimiert.

Soziale Standards müssen eingehalten und ein gesetzlicher Mindestlohn gezahlt werden. Zwangs-, Kinder- und Schuldarbeit ist verboten, Diskriminierung findet kein Gehör und die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz wird groß geschrieben.

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GOTS

Mit dem GOTS-Siegel werden Textilien versehen, die aus biologisch erzeugten Naturfasern bestehen.

Ein Textil, ebenso wie die Accessoires, müssen mindestens aus 70 % biologisch erzeugten Naturfasern bestehen und alle chemischen Zusätze (Farbstoffe und Hilfsmittel) bestimmte toxikologische Kriterien erfüllen.

Umwelttechnische Anforderungen werden an die gesamte Produktionskette gestellt und soziale Mindeststandards müssen eingehalten werden.

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Green Label Plus

Seit 1992 gibt es das Green Label-Programm, welches von The Carpet and Rug Institute (CRI) gestartet wurde. Das Label steht für eine bessere Raumluftqualität in Bezug auf Teppiche, Kissen und Klebstoffe. 2000 wurde dann das Green Label Plus gelauncht. Die Produkte, die das Label erhalten, müssen eine geringe Emission aufweisen und wissenschaftlich festgelegten Standards entsprechen.

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Greenguard

Mit dem Greenguard-Label werden Produkte für den Einsatz in Innenräumen ausgezeichnet, die für ein gesünderes Raumklima stehen. Vorrangig sind das Baustoffe, Anstrichmittel, Inneneinrichtungsgegenstände, Möbel, Reinigungsprodukte und Elektronikgeräte.

Es herrscht eine strenge Obergrenze für chemische Emissionen und es werden strenge Anforderungen an chemische Emissionen und Toxizität gestellt. Dahingehend werden über 10.000 unterschiedliche Chemikalien geprüft.

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Grüner Knopf

Der Grüne Knopf ist ein staatliches Zeichen und zertifiziert, unter der Einhaltung von 46 anspruchsvollen Sozial- und Umweltstandards, Textilien.

Chemikalien und Weichmacher sind zum Beispiel komplett verboten.

Die Arbeitenden in der Produktion sollen geschützt werden, den Mindestlohn erhalten und nur zu fairen Zeiten arbeiten. Kinder- und Zwangsarbeit sind verboten.

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GUT (Gemeinschaft umweltfreundlicher Teppiche)

Die Gemeinschaft umweltfreundlicher Teppichboden e.V. (GUT) prüft seit 1990 textile Bodenbeläge auf Chemikalien, Emissionen und deren Gesundheitsverträglichkeit.

Eingehalten werden der Umwelt- und Verbraucherschutz während des gesamten Lebenszyklus - von der Produktion über den Gebrauch, bis hin zur Verlegung und dem späteren Recycling.

Das Prüfverfahren gliedert sich in die Schadstoffprüfung, die Emissionsprüfung und die sensorische Geruchsprüfung. 

Die ausgezeichneten Teppiche enthalten keine gesundheitsschädlichen Substanzen, geben nur minimale Emissionen und Gerüche ab und enthalten wiederverwertete Anteile von Altteppichen oder Produktionsabfällen. Außerdem werden sie auf Pestizidrückstände bei Naturfasern (außer Mottenschutz bei Wolle) geprüft.

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Holz von Hier

Das Umweltlabel Holz von Hier wurde von einer gemeinnützigen Initiative aus ExpertInnen der Holzwirtschaft ins Leben gerufen. Es steht für heimische Wälder, Regionalität und kurze Lieferketten (vom Baum zum Produkt).

Das Holz ist regional und hat einen überdurchschnittlich kurzen Transportweg über alle Verarbeitungsschritte hinweg. Die Produkte müssen eine Herstellungsnachweis besitzen und rückverfolgbar sein. Urwaldhölzer und international gefährdete Baumarten sind nicht erlaubt.

Das Holz muss insgesamt gesundheitlich unbedenklich sein und nachhaltig. Die Artenvielfalt und Biodiversität müssen geschützt werden – der Einsatz von Dünger, Pestiziden oder Chemikalien ist untersagt. Die Herstellung ist sozial verträglich.

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Institut für Baubiologie + Nachhaltigkeit IBN

Das Institut für Baubiologie + Nachhaltigkeit IBN zertifiziert Bauweisen und Gebäude, die nach baubiologischen Kriterien erstellt werden. Geprüft wird nach den Kriterien der 25 Leitlinien der Baubiologie (25leitlinien.baubiologie.de) sowie dem Standard der Baubiologischen Messtechnik SBM (sbm.baubiologie.de).

Das IBN hat seit über 40 Jahren Erfahrung in der Erstellung von Gutachten und der Zertifizierung von Bauteilen, Bauweisen, Räumen und Gebäuden und somit einen fundierten und umfassenden Erfahrungsschatz der die Basis für die Zertifizierungen bildet.

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IVN-Zertifikate

IVN zertifiziert BEST Naturtextil

Der Internationale Verband der Naturtextilwirtschaft e.V. zertifiziert Textilien aus Naturfasern, die umweltschonend und ohne Ausrüstungsstoffe hergestellt werden und sozial verträglich sind.

Dabei wird die gesamte Produktionskette (von der Rohfaser bis hin zum Handel und Vertrieb) betrachtet.

Begutachtet werden unter anderem Heimtextilien, Bettwaren, Spielzeuge, Faserprodukte, Garne, Textile Flächen, Bekleidung und Accessoires.

100 % des Naturfaseranteils (außer Accessoires und Zutaten) müssen aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. Gegen die ILO- Kernarbeitsnormen darf nicht wiederholt verstoßen werden.

Viele Substanzen, wie beispielsweise Flammschutzmittel, Schwermetalle, Weichmacher, Chlorbenzole und Tenside sind unzulässig.

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IVN zertifiziertes Naturleder


Bei der Zertifizierung wird ein Augenmerk auf alle Herstellungsstufen gelegt (von der Rohware bis zum Gebrauch des Leders). Das finale Lederprodukt ist dabei nicht ausschlaggebend, nur das Material.

Wichtig ist die Einsparung von Ressourcen, Gebrauchsfreundlichkeit und der Schutz von Umwelt und Gesundheit. Kriterien sind zum Beispiel die Umweltbelastung der Ware, Einsatz von Gefahrenstoffen und die Entsorgung/ Recyclingfähigkeit. Betrachtet werden die Auswirkungen auf die Produzierenden und die Verbrauchenden.

Eingesetzte Chemikalien müssen den festgelegten Vorgaben entsprechen. Die Tiere, von deren Haut das Leder stammt, sollen vorwiegend zur Fleischgewinnung gehalten werden, sodass keine zusätzliche Tierzucht, die die Umwelt belastet, entsteht. Wilde Tiere, oder die, die vom Aussterben bedroht sind, werden nicht zertifiziert. Für die Konservierung und Reinigung dürfen keine chemischen Konservierungsmittel verwendet werden oder müssen biologisch abbaubar sein. Bevorzugt werden pflanzlich gegerbtes Leder. Farbstoffe dürfen keine Schwermetalle enthalten

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Kork-Logo

Das Kork-Logo ist ein Qualitätszertifikat, welches seit 1997 vom Deutschen Kork-Verband e.V. vergeben wird und – nach unabhängiger Prüfung – zur Qualitätssicherung bei der Herstellung von Korkbodenbelägen beiträgt. Dazu gehören Verbraucherschutz, Qualität, Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit.

Kriterien sind zum Beispiel der Verzicht von gesundheitsgefährdenden Schwermetallen und Azofarbstoffen. Emissionen (z.B. Formaldehyd, VOC) müssen niedrig gehalten werden. Prüfkriterien müssen die Grenzwerte bestimmter Normen einhalten oder unterbieten, alle Inhaltsstoffe müssen offengelegt werden.

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IBR Prüfsiegel (Institut für Baubiologie Rosenheim)

Das Institut für Baubiologie Rosenheim GmbH (IBR) vergibt das IBR-Prüfsiegel für Produkte und Produktionsverfahren, die ein gesundes Wohnen unter ökologischen, sozialen und ökonomischen Gesichtspunkten betrachtet, ermöglichen. Dabei werden wohnbiologische und umweltbezogene Kriterien beachtet.

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LEED

LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) ist eine freiwillige Zertifizierung für grüne Gebäude jeglicher Art. Egal, ob es sich um Neubauten, Innenausstattungen, Betrieb, Wartung, Kern-und Rohbau handelt. Dabei steht, neben der ökologischen Betrachtung, der Mensch im Vordergrund.

Zukünftig sollen Gebäude eine positive Auswirkung auf die menschliche Gesundheit und den Planeten haben und die passiven Kosten verringern, die die Gesellschaft tragen muss. Die Umweltverschmutzung soll eingedämmt werden und der Energieverbrauch verringert.

Themen sind nachhaltige Baustellen, Wassereffizienz, Energie und Atmosphäre, Materialien und Ressourcen, Luftqualität in Gebäuden, Innovationen und Designprozess.

Für Green-Building-Strategien in Projekten vergibt LEED Punkte in verschiedenen Kategorien. Die Projekte können wie folgt bewertet werden: Zertifiziert, Silber, Gold oder Platin.

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natureplus

Das natureplus® - Qualitätszeichen wird unter anderen vergeben an Dämmstoffe und Bodenbelege, Farben und Putze, Ziegel, Holzbauelemente und Türen. Ausgezeichnet werden nach strengen Kriterien wohngesunde, klimaschützende und ressourcenschonende Bauprodukte, die also gesundheitlich unbedenklich und umweltschonend sind. Das heißt Vermeidung von CO2, Verwendung natürlicher Ressourcen, Langlebigkeit usw. Giftige Ausdünstungen sind verboten und soziale Standards werden nach der Norm der ILO eingehalten. Kinderarbeit ist verboten.

Der natureplus e.V. ist ein gemeinnütziger, internationaler Verein mit dem Ziel nachhaltiges Bauen und Wohnen zu fördern. Er vergibt das gleichnamige Siegel nach strengen Kriterien. Mitglieder sind ExpertInnen aus der Bauchbranche (Bauplanung und Bauwirtschaft, Baustoff-Hersteller und Handel) und VertreterInnen der Verbraucherschutz- und Umweltorganisationen, Gewerkschaften und Wissenschaft.

Das Umweltzeichen beruht auf den drei Säulen: Klimaschutz, Wohngesundheit, Nachhaltigkeit. Die Prüfung wird durch die unabhängige europäische Genossenschaft natureplus Institute SCE koordiniert und erfolgt durch akkreditierte Labore und GutachterInnen. Es werden Proben genommen und die Ökobilanz getestet. Für jede Produktgruppe gibt es spezifische Kriterien. Diese werden von einer unabhängigen Kommission festgelegt.

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ÖKO-TEST

ÖKO-TEST untersucht Waren und Dienstleistungen auf deren Schadstofffreiheit, Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit, Verbraucherfreundlichkeit und Gebrauchstauglichkeit und veröffentlicht seine Ergebnisse immer im hauseigenen Magazin.

Herstellende, deren Produkte getestet wurden, können mittlerweile das ÖKO-TEST Label unter bestimmten Bedingungen für sich verwenden.

Es werden insbesondere die Themen Ökologie, Verbraucherschutz und Gesundheit behandelt.

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OEKO-TEX

OEKO-TEX STANDARD 100

Das OEKO-TEX Label sagt aus, dass alle Bestandteile eines textilen Produktes, vom Faden über Accessoires (Knöpfe, Reißverschlüsse etc.) bis hin zu den Stoffen (auch Drucke auf dem Oberstoff), auf Schadstoffe geprüft wurden, sodass ein humanökologischer Artikel entsteht.

Diese Artikel können allgemein Bekleidung, Babytextilien, Dekostoffe oder Heimtextilien sein.

Zertifiziert werden können grundsätzlich alle textilen Produkte in jedem Verarbeitungsschritt. Egal ob als Roh-, Zwischen- oder Fertigprodukt.

Geprüft wird von unabhängigen OEKO-TEX Institutionen. Grundlage für die Prüfung ist der Kriterienkatalog von OEKO-TEX.

Verboten sind zum Beispiel Azo-Farbmittel, Blei, Cadium und andere gesundheitsbedenkliche Chemikalien.

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OEKO-TEX LEATHER STANDARD

Zertifiziert werden Leder (-artikel) aller Verarbeitungsstufen. Das sind beispielsweise Lederfaserwerkstoffe, Accessoires aus Leder, Bekleidung aus Leder, Taschen oder auch Felle (z.B. Lammfelle). Ledermaterial exotischer Tiere wie z.B. Krokodilen, Schlangen, Gürteltiere wird nicht ausgezeichnet.

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PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification)

Stand 04.2020 sind zwei Drittel (7,3 Hektar) des Waldbestandes in Deutschland PEFC-zertifiziert.

Das Programm wurde 1998 initiiert und ist ein Zertifizierungssystem, das Holz und Papier kennzeichnet, welches aus legaler und nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Der gesamte Prozess wird zertifiziert und kontrolliert.

Es wird Rücksicht genommen auf ökologische, ökonomische und soziale Standards.

Auch kleine Familienforstbetriebe können sich zertifizieren lassen.

Die Standards orientieren sich an den strengen Richtlinien für eine nachhaltige Bewirtschaftung von Wäldern.

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RAL-Gütezeichen

Das RAL-Gütezeichen wird für tausende Produkte und Dienstleistungen von dem Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. vergeben. Momentan existieren etwa 160 Gütezeichen, die sich mit den unterschiedlichsten Bereichen befassen. Das geht von Kunststoffrecycling über Badische Qualitätsweine bis hin zu Baukalk.


Die Produkte müssen hohe, genau festgelegte Qualitätsmerkmale aufweisen, die den gesamten Lebenszyklus betreffen. Das bezieht die Rohstoffgewinnung, Zusammensetzung, Herstellung und Verarbeitung, Nutzung und Endverwendung mit ein.

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Sentinel Haus

Bei diesem Konzept geht es um gesundes Bauen und das Modernisieren und Betreiben von Immobilien.

Die Kriterien sind transparent. Es gibt bestimmte Prüfkriterien für Fachkräfte, Produkte, Systeme, Gebäude, Bauunternehmen und den Handel. Produkte werden beispielsweise auf Schadstoffarmut geprüft. Das Institut qualifiziert Fachkräfte der Bauwirtschaft und vermittelt diese während der Umsetzung von Projekten, um gesundes Bauen zu gewährleisten.

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TÜV SÜD SIEGEL

Der TÜV SÜD untersucht Bauprodukte nach Emissionsarmut und Schadstoffen. Das beinhaltet die Herstellung, den Gebrauch und die Entsorgung. Krebserregende Stoffe sind verboten. 


TÜV-ASG-Siegel
Das ASG-Siegel (Auf Schadstoffe geprüft) beurteilt Baustoffe nach dem Einsatz von Schadstoffen.


TÜV-Umweltsiegel UT21 
Das UT21-Siegel prüft den Umwelteinfluss von Baustoffen im gesamten Lebenszyklus und ist strenger als das ASG-Siegel.

Produkte dürfen zum Beispiel keine umweltrelevanten Metalle enthalten, keine Biozide oder Formaldehyd.

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Vegane Labels (Zum Beispiel zur Kennzeichnung von veganem Leder)

Veganblume:

Wird eingesetzt bei Lebensmitteln, Kosmetika und Kleidung. Es werden keine tierischen Inhalts- und Hilfsstoffe eingesetzt, auch keine im Herstellungsprozess. Tierversuche sind tabu und Gentechnik ist nur erlaubt, wenn es sich um keine tierischen Stoffe handelt. Eine gründliche Reinigung der Maschinen muss erfolgen, falls der Hersteller auch nicht-vegane Produkte anbietet.

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V-Label:


Gibt es als vegetarische und vegane Variante. Tierversuche und Gentechnik sind nicht erlaubt. Produkte, die das Label tragen, dürfen keine tierischen Inhalts- und Hilfsstoffe enthalten.

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Vegan-Label:


Mit dem V-label lassen sich vegane und vegetarische Produkte beim Einkauf auf einen Blick erkennen. V-Label-Produkte dürfen nicht an Tieren getestet worden sein und nicht die Bezeichnung "enthält GMO" tragen.

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XertifiX

XertifiX kontrolliert seit 2006 Steinbrüche und Natursteinbetriebe in Indien und seit 2014 in China und Vietnam.

Kinderarbeit und Sklavenarbeit sind untersagt, die ILO-Kernarbeitsnormen werden eingehalten und die Arbeitsbedingungen und Sicherheitsmaßnahmen werden stetig verbessert. Umweltschutzmaßnahmen werden eingehalten.

Erst, wenn alle Maßnahmen eingehalten werden, dürfen Natursteine nach Deutschland importiert werden. Die Lieferkette kann komplett rückverfolgt werden.

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