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Literaturempfehlungen von raumprobe

zu den Themen Material, Architektur, Design, Ökologie, Planen und Entwerfen

Wussten Sie, dass wir in unserem Bereich des Materialwissens jede Menge Literaturempfehlungen rund um die Themen Material, Architektur, Farbe und Design für Sie zusammengetragen haben?

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Der neuste Zugang ist "Farbe räumlich denken. Positionen, Projekte, Potenziale" von Eva Maria Herrmann, Hedwig Wiedemann-Tokarz und Kerstin Schultz. Wir haben uns das zum Anlass genommen und sie zu ihrem neusten Werk befragt.



Was hat Euch bewegt, dieses Buch zu verfassen? Gab es einen Auslöser?

Das Buch hat die Zielsetzung, die Arbeit mit Farbe als Raumpotential zu stärken. Es versammelt Aspekte, die mit Raumbildung zusammenhängen. Das Thema Farbe ist stark unterrepräsentiert in der Architektur.

Die dargestellten Projekte, Objekte und Bauten sind so vielseitig wie die Farben selbst. Was waren Eure Kriterien für eine Aufnahme in das Buch?

Es gab mehrere Auswahlkriterien: 1. Die räumlich, plastisch, skulpturale Aussage. 2. Die Kompositionsmethodik. 3. Die strukturelle oder konstruktive Denkweise. 4. Die Bedeutung eines Projekts als Vorbild oder Leitidee im historischen Kontext.

Wie habt Ihr die einzelnen Projekte in ihrer Fülle entdeckt? Läuft man irgendwann nur noch mit einer Farbbrille durch die Gegend?

Die Schlüsselprojekte innerhalb jedes Kapitels bedingen einander.

Was sind Eure Lieblingsprojekte beziehungsweise -werke?

Anstatt der Lieblingsprojekte lieber zwei Zitate: „Aus Grün wird Olivengrün, aus Roth wird Braunroth. Und in dieser olivengrünen und braunrothen Tapeziersauce sind wir ein ganzes Jahrhundert herumgeschwommen.“ (Adolf Loos). „Der heutigen Generation fehlt es jedoch an jeglicher Vorstellung. Gegenwärtig haben Farbe und Raum eines gemeinsam: die völlige Vernachlässigung.“ (Donald Judd).

Was steht für Euch im Vordergrund, wenn Ihr mit Farben arbeitet? Habt Ihr eine feste Routine wie Ihr an gewisse Themen herangeht?

1. Der Farbe mit maximaler Offenheit begegnen. 2. Farbe genau zuordnen und präzise wählen. 3. Die Irritation von Farbe ernst nehmen. 4. Trends vermeiden, da sie Stimmung machen gegen die eigentliche Aussage.

Seid Ihr mutig in der Farbgestaltung?

Wenn Mut Konsequenz bedeutet, dann lautet die Antwort: Ja.

Wie nehmt Ihr den Umgang mit Farbe in Verbindung mit Material in der aktuellen Architektur wahr?

Der Umgang mit Farbe wirkt oft sehr unbeholfen, ihre Wirkung wird oft unterschätzt.

Farbe als Material denken und nicht nur als Anstrichmittel. Ist das der Schlüssel zum Erfolg eines guten Farbeinsatzes?

Ein klares Ja und Nein zugleich. Immer ist es die Angemessenheit des Einsatzes – will ich Pop oder will ich Architektur im klassischen Sinne.

Die Fragen wurden beantwortet von:
Kerstin Schultz und Hedwig Wiedemann-Tokarz




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Details:

Farbe räumlich denken. Positionen, Projekte, Potenziale
Kerstin Schultz, Hedwig Wiedemann-Tokarz , Eva Maria Herrmann
Birkhäuser, 1. Auflage, 2019
Deutsch
368 Seiten, 500 Abbildungen, gebunden, Softcover
24,0 x 17,0 cm
ISBN: 978-3-0356-1595-1

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