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Staatsoper Unter den Linden

HG Merz GmbH
Projektangaben
Einreichungskategorie
  • Material
Materialklassen
Anwendungsklassen
Materialeinsatz
  • Innovation & Neuheit
  • Verfahren & Detail
Projektbeschreibung
Seit ihrer Einweihung 1742 hatte die Berliner Staatsoper unter den Linden eine ereignisreiche und oftmals tragische Geschichte. Sie wurde mehrmals völlig zerstört und wieder aufgebaut. Die jetzige Generalinstandsetzung hat einen höheren Komfort für die Besucher, optimierte Abläufe der Besucherströme und Bühnenabläufe sowie eine Verbesserung der Akustik im Zuschauersaal als Ziel. Die Akustik im Zuschauersaal hängt maßgeblich von dessen Raumvolumen ab, da dieses einen direkten Einfluss auf die Nachhallzeit hat. Durch die Anhebung der Saaldecke, die in ihrer derzeitigen Gestalt erhalten bleibt, und die Verlängerung des Proszeniums wird die erforderliche Vergrößerung des Saals erzielt. Auf diese Weise entsteht die Nachhallgalerie (structural engineering: Knippers Helbig), die unter Ausnutzung der historischen Dachgeometrie den Raum erweitert. Das schalldurchlässige Rautenmuster ihrer Verkleidung setzt sich deutlich von den historischen Schmuckelementen ab, ohne den stilistischen Rahmen des Saals zu verlassen.
Materialpreis 2017
Material
Kommentar der Jury
So notwendig die weitreichenden Eingriffe in die historische Bausubstanz auch sind, so ungemein sensibel und behutsam erweist sich ihre Gestaltung. Aus dem klassizistischen Deckendekor abgeleitet, entsteht eine großflächig perforierte, sphärisch gekrümmte und selbsttragende Schale, die sich geradezu selbstverständlich in die omnipräsente Deckenansicht einfügt. Dass aus der Notwendigkeit heraus eine so gute gestalterische Lösung gefunden, dass eine so spezielle Aufgabe so perfekt gelöst werden konnte, gebührt großen Respekt.
Warum wurde das Material gewählt?
CBPC wurde für die Nachhallgalerie der Staatsoper eingesetzt, da eine harte, glatte Oberfläche angestrebt wurde, die statisch hochwirksam ist, und eine rechenbasierte Formherstellung ermöglicht. All dies führt zu einem organischen Einfügen der Nachhallgalerie in den Bestand.
Welche besondere Qualität erzielt das Material?
Akustische Transparenz, Formgebung in Anlehnung an den Stuck des denkmalgeschützten Bestands, dabei exponentiell höhere Eigenschaften hinsichtlich Brandschutz, Statik, Festigkeit etc.
Was macht den Materialeinsatz besonders?
Die Staatsoper ist das erste Projekt weltweit, in dem CBPC sichtbar architektonisch eingesetzt wurde (Zulassung im Einzelfall).
Verortung
10117 Berlin
Deutschland
Materialien
CBPC (Chemically Bonded Phosphate Ceramics)
Vubonite
Büroangaben
HG Merz GmbH
Hauptstraße 8
10827 Berlin
Deutschland
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